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Basilika von San Marco
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Wichtigste vertretene Stile: Gotisch - Renaissance - Barock
Der Basilika San Marco ist trotz ihrer großen historischen Bedeutung und ihres reichen künstlerischen Erbes ein selten besuchtes Mailänder Monument. Seit dem Abriss der Kirche San Francesco Grande ist sie mit ihrer 109 Meter Länge nach dem Dom die zweitgrößte Kirche Mailands.
GESCHICHTE Die architektonischen Ursprünge der Kirche liegen im Dunkeln. Der Überlieferung nach wurde der Grundstein 1254 von Lanfranco Settala, erster Generalprior des Augustinerordens, gelegt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Kirche bereits vor diesem Datum gegründet wurde. Ein venezianischer Kodex besagt, dass der Bau der Kirche 1167 begann und dass der Name des Gebäudes als Hommage an Venedig gedacht war, das Mailand im Kampf gegen Friedrich Barbarossa unterstützt hatte. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass dies tatsächlich der Fall war. Es ist anzumerken, dass die Kirche zum Zeitpunkt ihrer Erbauung außerhalb der Stadtmauern lag. Dies ist jedoch nicht überraschend, da Kirchen außerhalb der Stadtmauern seit der Zeit des Ambrosius ein typisches Merkmal Mailands waren. Tatsächlich wird angenommen, dass die erste Version der Kirche aus der Zeit vor 1254 stammt und mit der Anwesenheit der Zambonini, büßender Anhänger des Augustinerordens, zusammenfällt. Zu ihnen gehörte auch Lanfranco Settala. 1256 traten sie dem Augustinerorden bei. Diese erste Version der Kirche soll eine ähnliche Struktur wie die spätromanische Basilika San Simpliciano jener Zeit aufgewiesen haben: Es handelte sich um eine Hallenkirche mit allene Schiffen von annähernd gleicher Höhe, wobei die beiden Querschiffarme jeweils aus zwei gleich hohen Schiffen bestanden. Einige Quellen datieren diese erste Bauphase vom Ende des 12. Jahrhunderts bis 1254, andere gehen davon aus, dass sie bereits im 13. Jahrhundert begann. Die zweite, von Settala eingeleitete Phase brachte eine so bedeutende Richtungsänderung mit sich, dass ihr Beginn (1254) als Gründungsjahr gilt. Nach den Zisterzienserkanonen wurde ein großer rechteckiger Chor errichtet (entsprechend dem ersten Joch des heutigen Presbyteriums), sechs Kapellen mit Spitzkreuzgewölben wurden an den Ostseiten der beiden Querschiffarme angebaut und die Fenster wurden versetzt. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts war geplant, die Kirche in eine dreiapsisige Kirche umzugestalten. Dies wurde erreicht, indem die beiden Querschiffkapellen, die an der zentrale Apsis grenzten, in Seitenapsis umgewandelt wurden. Auch die Kreuzgewölbe der beiden Querschiffarme stammen aus dieser Phase. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde der Glockenturm errichtet, entweder über der damaligen Kapelle Santa Maria oder über der linken Seitenapsis, je nach der genauen Abfolge der Umbauten. Zu dieser Zeit wurde die Kapelle durch eine Trennwand in zwei Teile geteilt, um das Gewicht des Glockenturms zu tragen. Der vordere Teil dieser Kapelle ist heute die Kapelle San Carlo. Die erste Kapelle an der Südseite des Hauptschiffs, die Cusani-Kapelle, ist seit 1345 urkundlich belegt. Um 1350 muss die Kirche einen basilikaartigen Grundriss mit drei Schiffen, von denen jedes mindestens fünf Spannweiten aufwies, zwei Kapellen an der Südseite (entsprechend der sechsten und siebten Kapelle des heutigen Kirchen), drei Apsiden und zwei weiteren Kapellen an der Ostseite jedes Querschiffarms. Die Wände des Mittelschiffs waren mit hohen gotischen Lanzettfenstern versehen. Zum Komplex gehörten außerdem eine Sakristei, zwei Kreuzgänge (die Quellen sind sich hier uneinig, da einige behaupten, der zweite Kreuzgang sei im 15. Jahrhundert erbaut worden), Gästezimmer und Schlafsäle für die Mönche, ein Skriptorium und verschiedene Waffenkammern, in denen die Handschriften des Klosters aufbewahrt wurden. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts profitierte die Kirche San Marco von bedeutenden Spenden der Familie Visconti und anderer prominenter Mailänder Familien. Dadurch konnte das Mittelschiff um fünf Spannweiten verlängert und die Fassade errichtet werden (die jedoch nie fertiggestellt wurde). Der Entwurf der Fassade wird einem gewissen Menclozzo zugeschrieben. Die neuen Spannweiten, zumindest jene des Mittelschiffs, waren nicht gewölbt, sondern mit Fachwerk versehen. Zudem waren die neuen Spannweiten etwas länger als die bestehenden. Das Innern der Kirche wirkte dadurch insgesamt etwas ungelenk, mit zehn Spannweiten, die von Rundpfeilern begrenzt wurden, von denen fünf im Mittelschiff gewölbt und fünf mit sichtbarem Fachwerk versehen waren. Im 15. Jahrhundert wurde der zweite Kreuzgang errichtet, der jedoch unter dem Faschismus abgerissen wurde, um Platz für die neue Parini Schule zu schaffen. Ebenfalls im 15. Jahrhundert wurde das Presbyterium erweitert, indem eine zweite Spannweite angebaut und eine neue polygonale Apsis errichtet wurde, die später im 17. Jahrhundert modernisiert wurde. Die Seitenkapellen des rechten Seitenschiffs wurden standardisiert und bestanden fortan aus einem quadratischen Raum und einer polygonalen Apsis (diese Struktur ging bei den meisten Kapellen später verloren). Viele der im 15. Jahrhundert an der Kirche vorgenommenen Veränderungen werden den Brüdern Pietro und Giovanni Solari zugeschrieben, die die Mailänder Architektur jener Zeit maßgeblich prägten. Im 16. Jahrhundert durchlebte das Kloster San Marco eine Krise, die erst mit dem Übergang in die zweite Hälfte des Jahrhunderts überwunden wurde. Zwischen 1555 und 1557 wurde der erste Kreuzgang wiederaufgebaut. Die gotischen Lanzettfenster in den Wänden des Mittelschiffs wurden durch hohe niedrig gewölbte Fenster ersetzt. Die achteckigen Kuppeln, die die ursprünglichen Solardächer in den quadratischen Räumen der ersten fünf Kapellen ersetzten, stammen ebenfalls aus diesem Jahrhundert. Die erste Kapelle, die modernisiert (und in ihre heutige Form gebracht) wurde, war die erste vom Eingang aus, die Foppa-Kapelle, die bereits 1520 fertiggestellt wurde. Es ist anzumerken, dass sich im 16. Jahrhundert auf der linken Seite der Kirche lediglich Altäre mit den dazugehörigen Wandmalereien befanden, keine eigentlichen Kapellen. Das 17. Jahrhundert war ein Jahrhundert bedeutender Umbauten für die Kirche San Marco. Im Jahr 1618 änderte sich die Widmung der dritten Kapelle im rechten Arm des Querschiffs, von St. Stephan zu den neuen Augustinerheiligen Thomas von Villanova. Im selben Jahr erneuerten die Brüder Fiamminghini die Fresken im Gewölbe. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die bildliche Dekoration des Presbyteriums und des Chors vollständig erneuert. Bartolomeo Roverio, genannt Genovesino, und die Brüder Fiamminghini waren für die Fresken verantwortlich, während Camillo Procaccini, Giovanni Battista Crespi, genannt Cerano, und erneut der Genovesino die großen Wandgemälde schufen. In dieser Zeit ließ man den Brüdern Fiamminghini auch den ersten Kreuzgang freskieren. Leider bleibt heute von diesen Fresken, die 1935 noch gut sichtbar waren, sehr wenig. Im selben Zeitraum entstand die große Kruzifixkapelle, die heutige Pietà-Kapelle, durch die Zusammenlegung der beiden äußeren Kapellen des nördlichen Querschiffs. Sie diente lange Zeit der bedeutenden Kruzifixbruderschaft als Sitz. Das geschnitzte Chorgestühl aus Massivholz wurde zwischen 1620 und 1630 in der Apsis installiert. Der Bau der neuen, großen, monumentalen Sakristei, der heutigen, begann 1635 und wurde um 1645 abgeschlossen. Die Zeitspanne zwischen dem siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert, die Zeit zwischen 1690 und 1714, sah die Umsetzung vieler wichtiger Änderungen an der Gesamtstruktur der Kirche, die ihr heutiges Erscheinungsbild prägten. Der Innenraum wurde im Barockstil grundlegend modernisiert. Die runden gotischen Säulen wurden zu kreuzförmigen Säulen erweitert. Alle Spannweiten wurden mit Gewölben überspannt. Die beiden dem Presbyterium am nächsten liegenden Säulen wurden abgerissen, um über den beiden verbundenen Spannweiten eine große Kuppel zu errichten. Diese Umbauten wurden von den Architekten Castelli und Quarantini entworfen und von den Baumeistern Fontana und Ratto ausgeführt. Die Umbauten wurden durch die Erweiterung der Fenster aus dem 16. Jahrhundert, den Austausch des Rosenfensters an der Fassade durch ein niedrigeres, rechteckiges Fenster (da das ursprüngliche Rosenfenster nun über den Gewölben lag und somit den Kircheninnenraum nicht mehr erhellen konnte), das Anbringen eines Gesimses entlang des gesamten Innenumfangs und reichhaltige Stuckverzierungen vervollständigt. Weiterhin wurden die Eingangsbögen der Seitenkapellen symmetrisch mit der Spannweitenunterteiling gemacht. Aus demselben Grund wurden Quadraturen an die linke Wand um die verschiedenen Altäre gemalt. 1787 wurde die Kirche San Marco zur Pfarrkirche erhoben, das Klostergebäude blieb jedoch erhalten. Mit dem Einmarsch der französischen Truppen Napoleons 1796 wurde das Kloster aufgelöst, und die Augustiner verließen die Kirche. Das Kloster wurde zunächst in eine Kaserne, später in ein Lazarett umgewandelt. Die Kirche diente sogar als Stall. Die letzte größere Renovierung der Kirche fand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts statt. Der Architekt Carlo Maciachini wollte, dem Zeitgeist entsprechend, die Fassade in den ursprünglichen spätmittelalterlichen Stil zurückversetzen, den Menclozzo einst entworfen hatte, da die alte Fassade etwas unharmonisch und unordentlich wirkte. Maciachini schuf daher eine neugotische Fassade (fertiggestellt 1873), die etwa vier Meter höher als die vorherige und zwar etwas überladen, aber dennoch ansprechend war. Das große zentrale Rosenfenster und die danebenliegenden Monoforen wurden restauriert, und über den beiden Seiteneingängen wurden dreiteilige Lanzettfenster angebracht. Die obere Fassade erhielt ein dreifaches Gesims mit darunterliegenden, ineinander verschlungenen Flammenhängebögen, die den ursprünglichen mittelalterlichen Hängebögen über dem Hauptportal nachahmen sollten. Im Jahr 1885 wurde der Glockenturm, der seit seiner Errichtung unvollendet geblieben war, dank Giuseppe Mongeri endlich fertiggestellt. Er wurde verlängert, indem ein hohes neugotisches Gesims hinzugefügt wurde, das jenen an der Fassade ähnelt, die Maciachini angebracht hatte, sowie eine kegelförmige Spitze, die jenen typischen Spitzen der lombardischen Gotik nachahmt. Bemerkenswert ist, dass die Gebäude des ehemaligen Klosters San Marco lange Zeit der Unterstützung von Armen und Bedürftigen dienten. 1784 wandelte die österreichische Regierung Teile des Klosters in die Casa del Lavoro Volontario (Haus der freiwilligen Arbeit) um, das von 1808 bis 1815 als Casa d'Industria (Industriehaus) und anschließend bis 1930 als Pia Casa San Marco (Frommes Haus des Heiligen Markus) genutzt wurde. 1930 wurden der zweite Kreuzgang und die Hälfte des ersten abgerissen, um Platz für die Parini Schule zu schaffen. Das ehemalige Kloster San Marco diente ab 1839 auch als provisorischer Sitz des Mailänder Blindeninstituts.
STRUKTUR Die Basilika von San Marco weist aufgrund ihrer Geschichte eine komplexe Struktur auf und ist Teil eines noch komplexeren Komplexes, zu dem auch die Überreste des ehemaligen Klosters von San Marco gehören. Der Hauptkörper der Kirche besitzt drei Schiffe, ein Querschiff mit sehr hervorstehenden und sehr breiten Armen und einen sehr langen Chor, der mit einer polygonalen Apsis endet. Auf der Südseite sind zahlreiche Kapellen unterschiedlicher Größe und Form zu sehen. Über der Kreuzung zwischen Hauptkörper und Querschiff befindet sich aussen zum Schutz der barocken Kuppel ein rundes Tiburium mit einer Laterne. Ein Großteil der Basilika besteht aus unverputzten Ziegelsteinen. Eine Ausnahme bilden die Kapellen auf der Südseite, deren Wände verputzt sind. Der Glockenturm ist im hinteren Teil des nördlichen Querschiffarms an der Chorrandseite eingefügt. Er hat einen quadratischen Grundriss und ist in Paneele unterteilt, die oben mit Rahmen aus hängenden Bögen verziert sind. Der Glockenturm hat auf jeder Seite eine große Bifora. Wie bereits erläutert, wurde der Glockenturm im 19. Jahrhundert stark umgebaut und die hohe Spitze ist neueren Datums. Der Chor und der südliche Arm des Querschiffs zeichnen sich durch das Vorhandensein außen hoher Strebepfeiler aus (der nördliche Arm ist stattdessen in andere Strukturen integriert). An der Fassade des südlichen Querschiffarms befinden sich zwei Fenstergruppen. Oben ein zentrales Doppelbogenfenster, flankiert von zwei Einzelbogenfenstern. Unten, in der westlichen Hälfte, zwei einbogige Fenster und darüber ein Oculus. Beachten Sie, dass sich die oberen Fenster über den Innengewölben befinden und daher den Innenraum nicht beleuchten. Dies zeigt, dass sie vor den Gewölben entstanden, nach deren Bau die unteren Fenster entstanden. Die linke Seite der Kirche ist flach und nur von dem was vom ersten Säulengang übrig bleibt sichtbar. Die Fassade des nördlichen Querschiffarms wurden dagegen durch den Bau der monumentalen Sakristei, die die Länge des Querschiffarms verdoppelt, und anderer Wirtschaftsgebäude versteckt. Die heutige Fassade der Basilika ist eine Mischung aus originalen gotischen Elementen und neugotischen Elementen, die aus der Restaurierung durch Maciachini resultieren. Vertikal wird sie durch vier Pilaster markiert, deren Position die innere Unterteilung in die Schiffe widerspiegelt. Horizontal ist die Fassade stattdessen in zwei Ordnungen unterteilt, wobei die Teilung durch das Vorhandensein von Stein in der unteren Ordnung unterstrichen wird. Die obere Ordnung besteht degegen nur aus Ziegeln. Diese Abteilung existierte bereits ursprünglich. Das Portal ist ein gotischer Bogen, wenn auch sehr wenig spitz. Von großem Wert ist der steinerne Architrav, der Bonino da Campione zugeschrieben wird, und somit aus dem 14. Jahrhundert stammt, und sieben Tafeln umfasst. In diesen sind Christus der Richter (mittlere Tafel), St. Augustinus (ganz links), St. Ambrosius und die Vier Evangelisten in den übrigen daargestellt. Das Mosaik in der Lünette, das die Madonna mit Kind zwischen Sant'Agostino und San Marco darstellt, wurde 1965 geschaffen. Über den Seiteneingänge befinden sich jedoch zwei große, reich verzierte dreibogige Fenster aus Terrakotta in rechteckigen Paneelen. Die obere Ordnung zeichnet sich durch das große Rosettenfenster in der Mitte und die beiden seitlich darunter angeordneten zweibogigen Fenster aus. Sie waren auch ursprünglich vorhanden. Am unteren Rand der oberen Ordnung im Mittelteil ist ein Band gotischer überlappender Hängebögen zu sehen, original aus der Gotik. Unmittelbar unter dem Rosenfenster befindet sich eine Terrakottatafel mit drei Nischen, in denen sich drei Statuen befinden, die die Heiligen Augustinus, Markus und Ambrosius darstellen. Sie stammen mindestens aus dem 14. Jahrhundert, könnten jedoch älter als die Fassade selbst sein und aus einer anderen Stadtstruktur stammen. Die beiden Okuli innerhalb der quadratischen Terrakottapaneelen in den beiden Seitenteilen der oberen Ordnung sind original, mit Ausnahme der zentralen Dekoration. Oben endet die Fassade mit einem dreifachen Rahmen, der der Kreativität von Maciachini zu verdanken ist, von denen der untere ineinander verschlungene Flammenbögen aufweist. Am Scheitelpunkt jeder Lisene und an der Spitze platzierte er eine kleine Ädikula mit der Statue der Madonna (die an der Spitze) und von Heiligen. Allerdings gingen die beiden seitlichen im Krieg verloren.
 Das Innern der Basilika hat einen lateinischen Kreuzgrundriss mit drei Schiffen, die durch große, kreuzförmige Säulen getrennt welche durch Rundbögen verbunden sind. Die Gewölbe der Spannweiten sind Tonnengewölbe mit Lünetten im Mittelschiff und Kreuzgewölbe in den Seitenschiffen. Im Bereich des Mittelschiffs weisen die Säulen Pilaster mit teilvergoldeten Stuckkapitellen der ionisch-korinthischen Kompositordnung auf. Zwischen den Kapitellen und Gewölben erstrecken sich entlang der gesamten Länge des Mittelschiffs sowie im Presbyterium, Chor und an der Gegenfassade zwei durch ein leeres Band getrennte Gesimse. Das obere Gesims ragt deutlich hervor und wird von einem Regal aus teilweise vergoldeten Akanthusblättern getragen. Die Lünetten des Mittelschiffgewölbes sind mit großen Barockfenstern versehen, die jedoch aufgrund ihrer hohen Lage die Kirche nicht besonders hell massen. Das große Rosenfenster an der Gegenfassade befindet sich oberhalb der Gewölbe und trägt daher nicht zur Beleuchtung bei. Im Mittelteil der Gegenfassade befindet sich unten ein großes, barockes Windfang aus geschnitzem Massivhol. Darüber liegt ein großes, leeres, reich verziertes Stuckgesims, flankiert von zwei Löwen. Der Raum vor dem Presbyterium, der ursprünglich zwei Spannweiten des Mittelschiffs entsprach, wird von der großen, leicht ovalen Barockkuppel eingenommen (deren Längsachse längs verläuft). Sie besitzt keinen Tambour; lediglich ein Gesims am Sockel, dessen Aufbau dem des Mittelschiffs ähnelt. Die Kuppel ist in acht Segmente unterteilt, die von doppelten, flachen Rippen begrenzt werden. Am Fuß jedes Segments befindet sich ein Fenster, wobei sich vier echte und vier Scheinfenster abwechseln. Die Kuppelspitze wird von einer Laterne mit großen Fenstern gekrönt. Die Pendentifs der Kuppel sind mit großen Gipsreliefs der vier Evangelisten verziert. An den Seiten der Kuppel befinden sich vier Scheinfenster mit Girlanden, die denen des Mittelschiffs ähneln. Alle Strukturen des Hauptschiffes sind mit teilvergoldeten barocken Stuckverzierungen geschmückt: - Die Schlusssteine der Spannweiten sind eichenblattförmig. Die vier Sockel jedes Gewölbes sind mit Akanthusblätter verziert. - Die großen Fenster in den Lünetten sind von einem prächtigen, gemischtlinigen Rahmen mit einem kleinen Baldachin umgeben, unter dem sich eine breite Muschel befindet, von der Girlanden ausgehen, die das Fenster umschließen. - Der große Rahmen an der Gegenfassade greift die Struktur der Fenster auf, jedoch ist hier die Muschel durch das Wappen der Augustiner (erkennbar am durchbohrten Herzen über dem Buch) ersetzt. - Die Bögen des Mittelschiffs werden durch vergoldete Rahmen hervorgehoben, die von einem kleinen Rahmen mit Girlanden und Akanthusblättern bekrönt werden. - Die doppelten Rippen der Kuppel enthalten eine Girlande und sind durch Girlanden verbunden. Eine Girlande umgibt auch die Öffnung der Laterne. Die Fenster der Kuppel sind von einem kunstvollen Rahmen umgeben, der oben ein Schwalbenschwanzmotiv mit in der Mitte entweder eine Muschel oder eine Pergament aufweist. Der letzte linke Bogen des Mittelschiffs beherbergt eine neoklassizistische Chorempore mit einer Orgel. Wann genau die Empore erbaut wurde, ist nicht sicher. Der Überlieferung nach zwischen 1711 und 1714. Stilistische Überlegungen legen jedoch nahe, dass sie im frühen 19. Jahrhundert, möglicherweise im Zuge der Orgelrenovierung durch Eugenio Biroldi, die 1819 abgeschlossen wurde, errichtet wurde. Die vergoldeten Paneele der Balustrade zeigen Szenen aus dem Alten Testament. Das Gesagte über die Empore gilt auch für die Kanzel, die sich auf der dritten Säule links vom Presbyterium befindet. Die geschnitzten Holztelamone, die sie stützen, stellen wahrscheinlich eine Ausnahme dar. Es handelt sich dabei um Fundstücke aus der Zeit zwischen dem Ende des 17. und dem Beginn des 18. Jahrhunderts. Die beiden Querschiffarme sind von einem Kreuzgewölbe mit halbkreisförmigen Rippen überspannt. Die Gewölbesegeln des südlichen Arms weisen noch Spuren dekorativer Fresken auf. Im nördlichen Arm hingegen sind die Rippen noch mit ihren Cosmatenmotiven verziert. Abgesehen davon unterscheiden sich die beiden Arme heute deutlich. Der südliche Arm enthält die ältesten Elemente der Kirche, insbesondere Teile von Sarkophagen und mittelalterlichen Grabdenkmälern, die unter San Carlo und später unter Joseph II. von Österreich abgerissen und teilweise verstreut wurden. Am Ende des Querschiffs befindet sich die Arche des Lanfranco Settala, ein ein Namensvetter des Gründers des Klosters, der nah an Giovanni Visconti war. Das Denkmal, das Giovanni di Balduccio zugeschrieben wird, weist noch Teile der ursprünglichen Polychromie auf. Lanfranco Settala ist auf seinem Lehrstuhl sitzend vor einer Zuhörerschaft aus Laien und Klerikern dargestellt. Oben ist er ein zweites Mal auf dem Sterbebett dargestellt, bewacht von zwei Diakonen. Zwei seitliche Nischen zeigen die Heiligen Agnes und Katharina von Alexandrien. Im unteren Bereich der Westwand des rechten Querschiffs befinden sich drei Sarkophage, ebenfalls aus dem 14. Jahrhundert. – Sarkophag der Heiligen Drei Könige: Er zeigt eine große Tafel mit drei Szenen: links die Madonna mit Kind und dem ältesten der Heiligen Drei Könige, der vor ihr kniet; in der Mitte die beiden anderen Heiligen Drei Könige; und rechts die beiden Auftraggeber, begleitet von St. Lorenz, einem heiligen Apostel und dem Heiligen Franziskus (oder einem Augustiner). Außerdem gibt es zwei seitliche Nischen: in der linken Nische ist der heilige Johannes der Täufer (oder vielleicht Jesaja) mit einer Schriftrolle dargestellt; in der rechten Nische ein Evangelist, Matthäus oder Markus. - Sarkophag des Martino Aliprandi: Die Vorderseite ist in drei Felder und zwei seitliche Nischen unterteilt. Der linke Teil zeigt die Darstellung des Verstorbenen und drei weiterer Figuren vor der Jungfrau Maria in Anwesenheit der Schutzheiligen. Der mittlere Teil zeigt die Dreifaltigkeit in Form des Thrones der Gnade. Leider ging die Taube im letzten Jahrhundert verloren. Im rechten Teil hören acht Jünger dem Meister auf dem Lehrstuhl zu. In den seitlichen Nischen sind links der heilige Augustinus und rechts der heilige Markus dargestellt. Über dem Sarkophag befinden sich zwei Diakonenstatuen. - Sarkophag des Gabriele Bossi: Die Vorderseite besteht aus drei Feldern. Das zentrale Bildfeld zeigt den Auftragsgeber, der von den Heiligen Ambrosius und Johannes dem Täufer der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind vorgestellt wird. Die beiden Seitenfelder zeigen zwei Embleme in Form von Büsten. Die Wand ist vollständig mit Fresken bedeckt, im unteren Teil aus dem 14. Jahrhundert, im oberen Teil aus dem 17. Jahrhundert. Im unteren Bereich, von links nach rechts: – Ein Heiliger, heute nicht mehr erkennbar. – Eine Kreuzigungsszene im Stil Giottos. Der gekreuzigte Christus wird von zwei Engeln flankiert, die sein Blut in Kelchen auffangen. Links vom Kruzifix befindet sich die Madonna, gestützt von einer frommen Frau; rechts der Evangelist Johannes, der Abt Antonius und der heilige Augustinus mit einer Schriftrolle. – Die Himmelfahrt Mariens, erst 1956 wiederentdeckt. Die Jungfrau Maria erhebt sich allein, gemäß einem in Frankreich verbreiteten, in Italien jedoch sehr seltenen ikonografischen Vorbild. Die Köpfe von fünf Aposteln sind im unteren Bereich noch erkennbar. Nur der untere Teil des reinweißen Gewandes der Jungfrau Maria ist zu sehen, umgeben von Engeln mit Schriftrollen. Der untere Teil eines Heiligen Christophorus-Freskenbildes ist an der Darstellung des Flusses mit Fischen und Seesternen erkennbar. Die Künstler dieser Fresken sind unbekannt. Im oberen Teil sind die Überreste eines großen Freskos zu sehen, das im ersten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts von den Brüdern Giovanni Mauro und Giovanni Battista della Rovere, bekannt als Fiamminghini, gemalt wurde. Es zeigt Papst Alexander IV., der dem Abt der Augustiner, Lanfranco Settala, die päpstliche Vereinigungsbulle überreicht. Das Ereignis, das 1256 stattfand, ist komplex dargestellt: Links, unter einem Pavillon, überreicht der Papst Lanfranco Settala die päpstliche Bulle; rechts hilft eine Frau einem armen Mann; im Hintergrund predigen und diskutieren die Augustiner; vom Himmel herab segnet der heilige Augustinus, umgeben von Engeln, die Szene. Die Ostwand beherbergt die Kapelle des Heiligen Thomas von Villanova, den Durchgang zum hinteren Nebeneingang (ehemals Aliprandi-Kapelle) und die Kapelle des Heiligen Augustinus. Die Kapelle des Heiligen Thomas von Villanova entstand durch eine Weiheänderung in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Das Gewölbe wurde von flämischen Malern mit Trompe-l’œil-Freskereien verziert, die abwechselnd Evangelisten und Kirchenväter darstellen. Sie sind um ein zentrales Oval angeordnet, das den Ewigen Vater zeigt. Die Kapelle birgt zudem zahlreiche antike Elemente: Im gotischen Bogen über dem Eingang befinden sich die Überreste eines Freskos aus dem 14. Jahrhundert, das Christus den Richter im Zentrum, flankiert von den Heiligen Petrus, Paulus und zwei weiteren Aposteln, zeigt. - Sarkophag des Salvarino Aliprandi: Salvarino Aliprandi war Jurist am Kolleg von Mailand und starb 1344. Die Vorderseite seines Sarkophags, der dem Meister von Viboldone zugeschrieben wird, ist in die linke Wand eingelassen. Links ist der Verstorbene dargestellt, geführt von der Madonna und begleitet von einem Heiligen und von seinem Schutzengel, vor Christus dem Richter, der in der Mitte thront. Rechts deutet Johannes der Täufer auf den Baum des Lebens. Vorderseite der Krönung: Vorderseite eines weiteren Sarkophags aus dem 14. Jahrhundert, steht gegenüber dem von Salvarino Aliprandi und ist dem Leben der Jungfrau Maria gewidmet. Sie umfasst drei Tafel. Auf der linken ist die Madonna als Mutter des Jesuskindes dargestellt. Die Schutzheiligen präsentieren ihr die Auftraggeber des Werkes vor dem Hintergrund von Engeln, die ein Tuch halten. Die mittlere Tafel zeigt die Krönung der Jungfrau Maria durch Christus, umgeben von neun Engeln. Schließlich zeigt das rechte Feld die Beweinung Christi. – Sarkophag des Andrea Birago: Er ist in die Rückwand eingelassen und stammt aus dem Jahr 1455. Auf der Vorderseite ist der Verstorbene in Begleitung des Heiligen Andreas dargestellt, der der Jungfrau Maria mit dem Kind seine Krone darbringt. In den seitlichen Nischen befinden sich die Heiligen Johannes der Täufer und Viktor. Der Durchgang zum Hintereingang war ursprünglich die Kapelle der Heiligen Ursula und zugleich die Kapelle der Familie Aliprandi. Ein Votivfresko an der linken Wand zeugt davon und zeigt die Thronende Jungfrau Maria mit Kind, den Heiligen Augustinus und die Familie Aliprandi. Die Grabtafel von Alessandro und Lancillotto Pusterla, die sich gegenüber an der rechten Wand befindet, stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Verzierungen des Gewölbes und der Lünetten, wahrscheinlich aus dem Jahr 1618, werden Domenico Pellegrini zugeschrieben. Das Gewölbe ist mit geometrisch-floralen Motiven und Engelsköpfen verziert. Die Lünette rechts zeigt das Martyrium der Heiligen Ursula, die linke ihre Verherrlichung. Beide Figuren sind in monochromen Trompe-l’œil-Rahmen angeordnet. Nennenswert, zwischen den beiden Kapellen, der Grabstein von Cristoforo Caimo befindet, einem Juristen und Gelehrten, der 1539 starb. Kapelle des Heiligen Augustinus: Sie ist die dritte Kapelle, angrenzend an das Presbyterium. Ursprünglich beherbergte sie ein Altarbild von Enea Salmeggia, das den Heiligen darstellte. Das heutige Altarbild aus dem Jahr 1712 wurde von Paolo Pagani gemalt und zeigt den Heiligen Liborio, der Leidende heilt. An der linken Wand hängt ein Gemälde von Federico Bianchi, genannt Crespino, aus dem späten 17. Jahrhundert, das die Heilige Lucia darstellt. An der rechten Wand hingegen eins von Pietro Maggi aus dem frühen 18. Jahrhundert, das die Vision der Heiligen Monika zeigt. Das Gewölbe der Kapelle ist tonnenförmig und mit Rahmen verziert, die es in Fächer unterteilen. Das Erscheinungsbild des linken Querschiffs ist durch Umbauten aus der Barockzeit geprägt. Der untere Teil der Rückwand wird vom Eingang zur monumentalen Sakristei eingenommen. Die zweiflügelige massive Holztür ist von einem prächtigen Portal aus rotem Marmor umgeben, das mit Löwen- und Cherubimköpfen verziert ist. Darüber befindet sich ein großer dreieckiger Giebel, über dem sich zwei Cherubim (an den Seiten) und die Büste eines Bischofs mit einem Kirchenmodell befinden (hierzu konnten keine weitere Informationen gefunden werden). Darüber befindet sich ein großes Fresko von Federico Bianchi aus dem frühen 18. Jahrhundert, das die Vertreibung des Heliodor aus dem Tempel darstellt. Die linke Wand, die oben ein großes, halbmondförmiges Fenster aufweist, wird von zwei großen Gemälden von Stefano Maria Legnani, genannt Legnanino, eingenommen, die wahrscheinlich aus dem frühen 18. Jahrhundert stammen und den heiligen Augustinus bei der Fußwaschung Christi in Gestalt eines Pilgers sowie die Erscheinung der Reliquie des Heiligen Bandes vor dem heiligen Augustinus darstellen. Kapelle des Kreuzes oder der Pietà: Diese Kapelle nimmt den gesamten Teil der östlichen Wand ein, der über die Breite des Mittelschiffs der Kirche hinausragt. Sie ist fast vollständig mit barockem Stuck und Fresken aus der Mitte des 17. Jahrhunderts bedeckt. Das hölzerne Prozessionskreuz, das einst auf dem Altar stand und der Kapelle ihren Namen gab, wurde leider während der Cisalpinen Republik zerstört. Der Bogen des Eingangs ist mit fünf Fresken von Ercole Procaccini dem Jüngeren geschmückt, die von prächtigen Stuckrahmen umgeben sind und Szenen der Passion Christi darstellen: die Dornenkrönung, Ecce Homo, die Todesangst im Garten Gethsemane, den Judaskuss und die Geißelung. An den Seitenwänden hängen zwei große Gemälde in aufwendigen, vergoldeten Stuckrahmen: links Der Weg nach Golgatha mit der Begegnung der frommen Frauen und der Episode der Veronika von Ercole Procaccini dem Jüngeren; rechts Die Kreuzaufrichtung von Antonio Busca. Der Altar wird von Fresken flankiert, die sattgrüne, von fliegenden Engeln geteilte Vorhänge zeigen. Er besteht aus rot-schwarzem, polychromem Marmor. Das Retabel wird oben von zwei ineinander verschachtelten Giebeln abgeschlossen und ist mit Voluten, Fruchtarrangements und Engelsköpfen verziert. Das Altarbild ist eine Kopie von Caravaggios Grablegung (das Original befindet sich in Brera). Die Apsis der Kapelle wird von teilweise vergoldeten, kannelierten Pilastern mit korinthischen Kapitellen flankiert und zeigt an den Seitenwänden eine Madonna Addolorata(links) und den Evangelisten Johannes (rechts). Über dem Eingangsbogen der Apsis befinden sich Darstellungen von David (links) und dem Propheten Jesaja. Im Gewölbe, ebenfalls in Stuckrahmen, sind (von links nach rechts) die Opferung Isaaks, der Ewige Vater und die Opferung des Moses dargestellt. Die Wände der Kapelle sind durch ein Gesims vom Gewölbe getrennt, und unmittelbar darunter befindet sich ein Band, das Giovanni Stefano Doneda, genannt Montalto, zugeschrieben wird und die von Engeln gehaltenen Passionssymbole mit der Veronika im Zentrum zeigt. Das Gewölbe der Kapelle enthält drei Lünetten. Sie zeigen den Weg zum Grab der frommen Frauen (links), das Erstaunen der Soldaten am leeren Grab (Mitte) und den Weg zum Grab von Petrus und Johannes (rechts), wobei die erste und dritte Darstellung Luigi Pellegrino Scaramuccia, die zweite dem Montalto zugeschrieben wird. Die Kuppel ziert schließlich eine Auferstehung, die Scaramuccia zugeschrieben wird. Die Kapelle San Carlo befindet sich zwischen der Pietà-Kapelle und dem Presbyterium. Das Gewölbe ist ein Tonnengewölbe mit einer Trompe-l’œil-Malerei, die eine Kassettendecke imitiert. Der Altar ist im neoklassizistischen Stil. Der Heilige ist auf dem Altarbild und auf zwei Wandgemälden dargestellt. Seitenkapellen Diese befinden sich ausschließlich an der linken Seite der Kirche. Vom Eingang aus betrachtet, umfassen sie: Foppa-Kapelle: Die Kapelle der Familie Foppa, den Heiligen Petrus und Paulus geweiht. Sie wurde 1529 von Pietro Foppa in Auftrag gegeben und 1570 von Gianpaolo Lomazzo vollständig mit Fresken geschmückt. Sie ist durch ein schmiedeeisernes Tor verschlossen und besteht aus besteht aus einem quadratischen Körper mit einer achteckigen Kuppel und einer polygonalen Apsis. Der Eingangsbogen ist noch gotisch, mit Stuckverzierungen der Renaissance im Bogeninneren (dasselbe gilt für den Eingangsbogen zur Apsis). Alle architektonischen Linien der Kapelle werden durch Stuckverzierungen mit Seilen und schmalen Bändern hervorgehoben. Die linke Wand ziert ein großes Fresko mit der Darstellung des Sturzes des Simon Magus. Das Fresko an der rechten Wand hingegen zeigt die Auferweckung eines Toten durch den Heiligen Paulus, ist aber größtenteils verloren gegangen. Die Pendentifs der Kuppel zeigen die Vier Evangelisten, während die Kuppelsegmente die Propheten des Alten Testaments darstellen. In der Apsis sind die Wände mit vergoldeten Stuckrahmen und -tafeln verziert. Der Altar hat eine Scagliola-Front. Das Retabel besteht aus einem großen, geschnitzten und vergoldeten Holzrahmen, der das ebenfalls von Lomazzo stammende Altarbild umschließt. Es zeigt die Krönung der Jungfrau Maria mit dem Kind und den Heiligen Petrus, Augustinus und Paulus. Das Apsisbecken wird vollständig von einer farbenprächtigen und beeindruckenden Engelsherrlichkeit eingenommen. Kapelle der Madonna des Gürtels: Sie entstand im Zuge einer spätbarocken Renovierung der Vorgängerkapelle. Die heutige Kapelle wurde vermutlich 1727 fertiggestellt. Es wurde von Giuseppe Quadrio entworfen und von seinem Neffen Antonio erbaut. Sie ist von einem prächtigen schmiedeeisernen Tor begrenzt. Die polygonale Apsis wurde durch einen zylindrischen Korpus ersetzt, der als Presbyterium dient und elf Fenster (teilweise blind) auf mehreren Ebenen aufweist. Dieser Presbyteriumsbereich ist durch eine polychrome Marmorbalustrade vom Hauptkörper der Kapelle getrennt. Seine Oberflächen sind mit teilvergoldeten Stuckverzierungen in Form von Putten, Wolken, fantasievollen Rahmen und Girlanden geschmückt. Die Dekorationen des Hauptkörpers stammen sind etwa fünfzehn Jahre jünger. An jeder Seite befinden sich zwei Gemälde von Francesco Fusi und Girolamo Givone in üppigen Stuckrahmen. Vom Gewölbe gehen goldene Strahlen aus einer Stuckwolke mit der Taube des Heiligen Geistes im Zentrum aus. Der prächtige Altar ist aus polychromem rotem, grünem und schwarzem Marmor mit Metalleinlagen. Er besitzt ein konkaves Retabel, da die beiden kreuzförmigen und kannelierten Säulen an den Seiten weiter vorn stehen als die große zentrale Nische mit der Statue der Jungfrau des Gürtels aus lackiertem Holz, die Giuseppe Puricelli zugeschrieben wird. Diese zeichnet sich durch eine dynamische Pose aus, sowohl der Madonna, die fast instabile wirkt, als auch des Kindes, dessen Kopf sich in Richtung der Kugel neigt, die die Welt symbolisiert und die es in seiner Hand hält – in eine Richtung, die von der Marias abweicht. Bemerkenswert sind außerdem die beiden schwarzen Marmor-Cherubim mit goldenen Flügeln, die seitlich auf dem Altar sitzen und Schriftrollen halten. Kapelle von St. Markus: Sie weist noch immer die ursprüngliche Struktur mit einem quadratischen Hauptteil mit einer achteckigen Kuppel und einer polygonalen Apsis auf. Der Altaraufsatz besteht aus einem großen, vergoldeten Rahmen mit einem Altarbild des Heiligen Markus. Die linke Wand des Hauptteils wird vollständig von einem großen Gemälde eingenommen, das die „Grablegung und Verherrlichung der Heiligen Petronilla“ darstellt, ein Werk des Malers Ercole Gennari aus dem 17. Jahrhundert. An der rechten Wand befindet sich hingegen ein ebenso großes Gemälde mit der „Darstellung Mariens im Tempel“, ein Werk von Giovanni Conca aus dem 18. Jahrhundert. Kapelle St. Joseph: Diese Kapelle hat ihre ursprüngliche Struktur aus dem 16. Jahrhundert bewahrt, die durch barocke Dekorationen ergänzt wurde. Der Mittelteil wird von einer Kuppel überspannt, deren Kappe vollständig von einem Fresko aus dem 16. Jahrhundert von Carlo Urbino eingenommen wird. Es zeigt Pfingsten in einer kühnen Perspektive von unten, in der sich die Figuren frei vor dem himmelblauen Hintergrund der Kuppel formieren. Die dynamische Wirkung wird durch den reich verzierten, vergoldeten Stuck am Kuppelfuß verstärkt, der sich durch ein Wellenmotiv auszeichnet und einen Kontrast zu den Okuli am Kuppelfuß bildet. Die Pendentifs sind mit prächtigen, trapezförmigen Rahmen versehen, die die Allegorien der vier Kardinaltugenden darstellen. An den Wänden hängen zwei Gemälde aus dem 17. Jahrhundert in reich verzierten, vergoldeten Rahmen mit gemischten Linien. Links befindet sich Tribut an Cäsar von Antonio Busca, rechts Samuel salbt David von Santagostino Agostino. Der Altar aus polychromem Marmor besitzt ein architektonisch gestaltetes Altaraufsatz mit zwei gedrehten Säulen, die einen gebrochenen Giebel tragen. Das Altarbild zeigt den heiligen Josef. Das hellblaue Apsisbecken, dessen Segmente durch vergoldete Stuckverzierungen mit Pflanzenmotiven hervorgehoben sind, wird von einer Wolke mit Cherubim und Cherubimköpfen bekrönt, aus der unzählige goldene Strahlen hervorgehen. Cusani-Kapelle: Auch sie hat ihre Renaissancestruktur bewahrt, obwohl die Fresken an den Seitenwänden leider verloren gegangen sind. Der bedeutendste Teil ist die Kuppel, die vom genuesischen Maler Ottavio Semino dekoriert wurde. Sie ist durch ein fein verziertes Band und ein darüber liegendes Gesims von den Wänden getrennt. Die Pendentifs zeigen die vier Evangelisten. Die acht Seiten des Tambours sind durch kannelierte Pilaster gegliedert, und jede Seite besitzt ein Fenster mit einem kunstvollen Renaissancerahmen. Um diese herum befinden sich Fresken, die heute kaum noch lesbar sind und Engel und Kandelaber darstellen. Die Segmente der Kuppel, die durch einen weiteren Rahmen vom Tambour getrennt sind, bestehen aus acht Segmenten, die von dreifachen Bändern begrenzt werden, wobei das mittlere mit Grotesken verziert ist. Diese Bänder setzen sich in der Laterne fort. Die Segmente enthalten Ovale mit den Personifikationen der Tugenden. Die Kapelle ist heute dem Kruzifix gewidmet. Das im Altar vorhandene Exemplar stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die beiden großen Gemälde an den Seitenwänden wurden 1937 von Massimiliano Gallelli gemalt und zeigen Die Kreuzabnahme (links) und Die Anbetung des Kreuzes (rechts). Kapelle Unserer Lieben Frau vom Guten Rat: Nennenswert sind die beiden Gemälde des spätbarocken Malers Federico Ferrario an den Seitenwänden, die zwei Wunder Unserer Lieben Frau vom Guten Rat darstellen. Kapelle des Heiligen Nikolaus von Tolentino: Diese Kapelle erscheint, wie die der Jungfrau des Gürtels, spätbarock, jedoch mit weniger Stuck und mehr Farben. Die Bilddekorationen stammen von Giovanni Ens. An den Seitenwänden befinden sich zwei Ovale mit der Geburt und dem Tod des Heiligen Nikolaus. Die Lünetten an den Wänden zeigen den Heiligen Nikolaus, der den Pestkranken beisteht, und das Wunder am Kreuz. In den Pendentifs der Kuppel sind vier Engel dargestellt. Die Kirchenväter der lateinischen Kirche sind im Tambour der Kuppel dargestellt, deren Kappe von einer Quadratura mit einer kreisförmigen, zum Himmel offenen Säulenhalle eingenommen wird. Alle Innenflächen des Presbyteriums sind farbig gestaltet, entweder mit Fresken oder polychromem Marmor. Die beiden Fenster besitzen vergoldete Stuckrahmen, deren Formen an die der Fenster des Kirchenschiffs erinnern. Der polychrome Marmoraltar wirkt durch die Trompe-l’œil-Malereien an der Wand, die wie seitliche Erweiterungen des Altarbildes erscheinen, noch imposanter. Achte Kapelle rechts: In ihr befindet sich eine spätbarocke Krippenszene, bestehend aus Ölgemälden auf Pappmaché, die auf Holzträger geklebt sind. Das Werk wird Francesco Londonio zugeschrieben, einem Mailänder Maler, geboren 1723. Er soll die Technik der Silhouetten-Krippendarstellung nach seinen Reisen durch Süditalien, wo sie weit verbreitet war, nach Mailand gebracht haben. Man nimmt an, dass er die Krippenszene um die Mitte des 18. Jahrhunderts schuf. Neunte Kapelle rechts: Diese ist nicht mehr sichtbar, da sie in eine Sakristei der Wochentage umgewandelt wurde. Im Kreuzgewölbe sind drei Segel vollständig mit barocken Darstellungen der Kirchenväter der Lateinischen Kirche gefüllt (der Teil im vierten Segel ist leider fast vollständig verloren gegangen). An der rechten Wand befindet sich ein abgenommenes Fresko, das das Wunder der drei Kinder darstellt. Auf der linken Seite befinden sich keine eigentlichen Kapellen, sondern lediglich Quadraturen, die in den Bögen an die Wände gemalt sind. Ihre Qualität ist jedoch so hoch, dass selbst aus der Nähe oft nicht klar ist, ob es sich um Malerei oder um dreidimensionale Darstellungen handelt. Von der Gegenfassade ausgehend, sehen wir: Erster Bogen links: Ehemaliges Baptisterium. Die Quadratura wird Giovanni Battista Riccardi zugeschrieben. Das Gemälde, das die Taufe Christi darstellt, stammt von einem unbekannten Künstler. Zweiter Bogen links: Die Quadratura wird Giuseppe Mariani zugeschrieben. Ein Teil davon wurde entfernt, um eine Anbetung der Heiligen Drei Könige aus dem Umkreis von Carlo Urbino freizulegen. Dritter Bogen links: Die Quadratura wird Francesco Porro zugeschrieben. Ein Teil davon wurde entfernt, um eine monochrome Madonna mit Kind aus der Schule Leonardos, möglicherweise von Bernardino Luini, freizulegen, die 1975 wiederentdeckt wurde. Vierter Bogen links: Die Quadratura wird Gianbattista und Gerolamo Grandi zugeschrieben. An der Wand befindet sich eine Verklärung Jesu von Giulio Cesare Procaccini. Fünfter Bogen links: Die Quadratura wird Gianbattista und Gerolamo Grandi zugeschrieben. Das Fresko in der Mitte, das die Taufe Christi darstellt, wird Aurelio oder Bernardino Luini zugeschrieben. Sechster Bogen links: Die Quadratura wird Francesco Porro zugeschrieben. An der Wand hängt ein Gemälde des Spätrenaissance-Malers Jacopo Palma des Jüngeren mit der Darstellung der Madonna mit Kind in Glorie, Johannes dem Täufer, Karl dem Heiligen und Franz von Assisi. Siebter Bogen links: Die Quadratura wird Gianbattista und Gerolamo Grandi zugeschrieben. An der Wand hängt ein Gemälde von Camillo Procaccini mit der Madonna mit Kind und den Heiligen Petrus und Paulus. Achter Bogen links: Die Quadratura wird Gianbattista und Gerolamo Grandi zugeschrieben. An der Wand hängt ein Gemälde von Luigi Pellegrino Scaramuccia mit der Darstellung der Heiligen Barbara. Erwähnenswert sind auch die Nische im linken Seitenschiff, fast an der Ecke zum Querschiff, die dem Heiligen Kind Maria gewidmet ist, und, auf der anderen Seite, ein kleiner spätbarocker Altar aus polychromem Marmor, der dem Heiligen Antonius von Padua gewidmet und reich an prächtigen Verzierungen ist. Presbyterium und Chor sind so breit wie das Mittelschiff und bilden dessen natürliche Fortsetzung. Sie bestehen aus zwei quadratischen Spannweiten und einer polygonalen Apsis. Ein Unterschied liegt jedoch im Gesims zwischen Wänden und Gewölben, das etwas niedriger und etwas schlichter gestaltet ist als das entlang des Mittelschiffs verlaufende. Die Wände werden vertikal von kannelierten und vergoldeten Pilastern gegliedert, die im Chor an den Ecken stehen und deshalb wie ein Buch gefaltet sind. Jedes Kapitell zeigt einen Cherubkopf. Der Triumphbogen des Presbyteriums ist reich mit Stuck verziert, der Cherubim zwischen Wolken darstellt, die einen großen Vorhang beiseiteziehen. In der Mitte des Bogens, überspannt von einem Balken mit einem daran befestigten Kruzifix, halten zwei Cherubim ein offenes Buch mit einem in Goldbuchstaben geschriebenen Hinweis auf den Heiligen Markus. Presbyterium und Chor werden durch große Thermenfenster in drei der Lünetten an den Seitenwänden und durch vier große rechteckige Fenster in der Apsis erhellt. Fast alle Flächen sind mit Fresken (gemalt von Bartolomeo Ravero, genannt Genovesimo, und von Giovanni Battista und Giovanni Mauro Della Rovere, genannt die Fiamminghini), Gemälde oder Grotesken oder floralen Motiven bedeckt. Erste Spannweite: Die Seitenwände werden von zwei prächtigen Gemälden in fein geschnitzten, vergoldeten Rahmen eingenommen, die 1618 gemalt wurden. Links befindet sich Bekenntnis und Taufe des Augustinus von Giovanni Battista Crespi, genannt Cerano. Rechts hingegen hängt Disputation zwischen Ambrosius und Augustinus und Bekehrung des Augustinus von Camillo Procaccini. In der rechten Lünette an den Seiten des Fensters sind die Propheten Micha und Ezechiel dargestellt. In der linken Lünette ist das Fenster nur gemalt; an seiner Stelle befindet sich eine Uhr. Hier sind die Propheten Daniel und Baruch an den Seiten dargestellt. Das Gewölbe ist den Evangelisten gewidmet. Sie befinden sich im Zentrum eines Kuppelquadratura, das das gesamte Gewölbe ausfüllt. Acht Engelsfiguren sind in den Ecken zu sehen. Zweite Spannweite: Sie hat eine identische Struktur wie die erste. Die beiden großen Gemälde an den Wänden, ebenfalls aus dem Jahr 1618, sind ein Werk von Bartolomeo Roverio, bekannt als „il Genovesino“. Sie zeigen links die Vertreter der Orden der Augustinerherrschaft, rechts die Vertreter der Ritterorden der Augustinerherrschaft. Die Propheten in den Lünetten sind hier links Hosea und ein nicht identifizierter Prophet, rechts ein nicht identifizierter Prophet und Zephanja. Das Gewölbe wird von einer Quadratur eingenommen, die einen kreisförmigen Balkon darstellt, von dem aus eine Schar musizierender Engel herausschaut. Weitere Musikerengel sind paarweise in den Pendentifs vorhanden. Apsis: Das Apsisbecken wird vollständig von einem großen Fresko eingenommen, das ebenfalls 1618 vom Genovesino gemalt wurde. Es zeigt den sogenannten „Arbor ordinis“, einen fünfreihigen Baum, der mit Augustinerheiligen bevölkert ist. Von unten nach oben sind Bischöfe und Kardinäle, Ordensleute, Männer und Frauen, und Märtyrer, Männer und Frauen. Ganz oben, umgeben von Engeln mit Palmen und Kronen, thront Christus, angebetet von den Heiligen Augustinus und Markus. In der Mitte der Rückwand befindet sich in einem geschnitzten und vergoldeten Holzrahmen ein Gemälde von Enea Salmeggia, genannt Talpino, oder, wahrscheinlicher, von seiner Werkstatt, das den Thronenden Heiligen Augustinus darstellt. Der untere Teil der Wände der Apsis und der zweiten Spannweite des Presbyteriums werden von den Chorgestühlen auf zwei Reihen eingenommen. Sie wurden vermutlich zwischen 1620 und 1630 von der Werkstatt von Virgilio del Conte gefertigt und sind reich verziert. Jede Armlehne ruht auf einer großen Volute und wird in der unteren Reihe von weiteren Voluten nach oben verlängert. In der oberen Reihe übernehmen eine Volute und ein Engel mit ausgebreiteten Flügeln diese Funktion. An den Enden und an den Seiten des zentralen Stuhles befinden sich sechs Löwenjunge, die ein Buch halten. Die beiden mittleren tragen das Wappen der Augustiner. Die Rückseiten der Chorgestühle in der oberen Reihe sind durch Engel mit angelegten Flügeln getrennt und jeweils mit der Reliefbüste eines Augustinerheiligen verziert, die von einer Muschel gekrönt und von einem architektonischen Rahmen umgeben ist. Der heutige Hochaltar ist im neoklassizistischen Stil und wurde 1816 von Giocondo Albertolli geschaffen. Er umfasst einen grossen Rundtempel, der aus grossen kannelierten Säulen mit vergoldeten korinthischen Kapitellen besteht, die eine Kuppel tragen, auf der eine vergoldete Christusstatue thront. Im Innern des Tempels tragen vier vergoldete Engel das große, zylindrische Tabernakel, das ebenfalls vergoldet ist. Sakristei: Die Sakristei ist ein monumentales Bauwerk. Sie hat einen rechteckigen Grundriss mit fünf Spannweiten, die ein Tonnengewölbe mit Lünetten aufweisen. Jede Lünette besitzt ein großes Fenster, die linken sind jedoch blind. Jede Spannweite entspricht an der Wand einem Bogen auf jeder Seite. Entlang des gesamten Raumumfangs verlaufen direkt unter der Decke zwei Gesimse mit einem leeren Band dzwischen. Alle Wände sind vertikal von glatten ionischen Pilastern gegliedert. An den Längsseiten trennen sie die Bögen; an den kurzen Seiten setzen sie sich in den Lünetten fort und teilen die Wand in drei Abschnitte. Die Rückwand beherbergt in der Mitte einen großen Barockaltar aus vergoldetem Holz architektonischer Struktur, die aus der früheren Sakristei stammt. Er besteht aus zwei Paaren gedrehter Säulen, die einen großen, gebrochenen Giebel tragen. Das Altarbild stammt aus dem 16. Jahrhundert und wird dem Maler Girolamo Figino zugeschrieben. Es zeigt die Heilige Familie. Abgesehen vom Altar wurden alle Möbel und Türen um 1640–1645 speziell angefertigt und bestehen aus massivem, geschnitztem Holz mit reichem Dekor. Die beiden Türen zu beiden Seiten des Altars befinden sich in architektonisch gestalteten Holzportalen, die mit Löwenköpfen, Putten und Engelsköpfen verziert sind. Jede kurze Wand ist an den Seiten mit zwei Gemälden von Federico Bianchi geschmückt: dem Heiligen Hieronymus und dem Heiligen Gregor an der Gegenfassade sowie dem Heiligen Augustinus und dem Heiligen Ambrosius an der Rückwand. Die Gemälde in den Lünetten, die durch Pilaster in Form von Thermenfenstern unterteilt sind, stammen ebenfalls von diesem Künstler. In der hinteren Lünette sind von links nach rechts der Heilige Markus, die Allegorie des Heiligen Thomas von Villanova und der Heilige Johannes der Evangelist dargestellt. Auf der Gegenfassade hingegen: Sankt Matthäus, , Allegorie des Heiligen Nikolaus von Tolentino, Sankt Lukas. Die acht Schränke sind alle gleich aufgebaut: unten befindet sich eine truhenartige Ablage, oben ein schrankartiger Korpus mit Türen. Die Seitenpfosten sind mit zwei Reliefs von Hermen verziert, und oben schließt sich ein geschwungenes Gesims an, das in der Mitte unterbrochen ist, um Platz für einen Sockel mit der Büste eines Augustiners zu schaffen.
Eine Inschrift belegt, dass der junge Mozart im 18. Jahrhundert im Pfarrhaus wohnte. Außerdem dirigierte Giuseppe Verdi 1874 das Requiem für Alessandro Manzoni.
Seit 1984 beherbergt das Pfarrhaus ein kleines Museum mit Exponaten aus der Kirche.
Vor Kurzem wurde ein geheimer Gang entdeckt, der von einer der Seitenkapellen zu unterirdischen Räumen führt: Geheimer Gang in der Kirche San Marco
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Kategorie: Kirchen / Religiöse Gebäude
Piazza San Marco, 2, 20121 Milano |
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