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Biella- Heiligtum von Oropa

Foto Heiligtum von Oropa -  von historischem Wert  von künstlerischem Wert  von landschaflichem Wert
Foto Heiligtum von Oropa -  von historischem Wert  von künstlerischem Wert  von landschaflichem Wert
Foto Heiligtum von Oropa -  von historischem Wert  von künstlerischem Wert  von landschaflichem Wert
Foto Heiligtum von Oropa -  von historischem Wert  von künstlerischem Wert  von landschaflichem Wert
Foto Heiligtum von Oropa -  von historischem Wert  von künstlerischem Wert  von landschaflichem Wert
Zeige eine andere Sehenswürdigkeit in der Biella Gegend:
Sehensw  von historischem Wert  von künstlerischem Wert  von landschaflichem Wert in der Biella Gegend: Heiligtum von OropaDas Heiligtum von Oropa ist das größte und wichtigste der Jungfrau Maria gewidmete Heiligtum nicht nur der Biella Gegend, sondern der gesamten Alpen. Es befindet sich ca. 15 km von Biella entfernt, fast 1200m über das Meer, eingebettet in einer landschaftlich reizvollen Lage zwischen den Bergen oberhalb Biella und mit Blick auf in die Ebene.

Der Komplex vom Oropa Heiligtum umfasst das eigentliche Heiligtum, mit in ihm die alte Basilika, den Heiligen Berg von Oropa und die Oberen Basilika, in jüngerer Zeit gebaut.

Die Legende besagt, dass die Geschichte des Heiligtums von Oropa schon im vierten Jahrhundert beginnt, in der Zeit von Eusebius, Bischof von Vercelli und Verkünder des Evangeliums in der Gegend, in der damals noch heidnische Kulten dominierten. Besonders beliebt waren die Kulte weiblicher Gottheiten, oft an die große Findlinge der Gegend gebunden.
Die Erinnerung an diesen alten Kulten war irgendwie noch vor kurzem lebendig, so dass auch noch in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts die Überzeugung verbreitet war, dass der Kontakt mit dem großen teilweise von der alten Basilika aufgenommenen Felsblock (Foto 6) Schmerzen und andere Leiden heilen konnte.
Bild Heiligtum von Oropa
Bild Heiligtum von Oropa
Bild Heiligtum von Oropa
Bild Heiligtum von Oropa
Bild Heiligtum von Oropa

Der erste Kern des Heiligtums entspricht zwei alten Bergkirchen aus mindestens den Jahrhunderten VIII-IX, den Kirchen von Santa Maria und von San Bartolomeo. Die zweite existiert noch heute, während die erstere durch die aktuelle Alte Basilika ersetzt wurde.
Von der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts wurde der Kult der Jungfrau mit der sogenannten Schwarzen Madonna verbunden, einer aus Zirbelkieferholz von einem anonymen Künstler aus dem Aosta Tal im dreizehnten Jahrhundert gefertigten fast lebensgroßen Statue im gotischen Stil.
Sie wurde in einer im neunten Jahrhundert und dem Heiligen Eusebius gewidmeten Kapelle untergebracht. Diese Kapelle ("Sacellum") besteht noch heute, in der alten Basilika hinter dem Altar eingebaut.
Ab dem fünfzehnten Jahrhundert begannen die Familien von Biella in Oropa private Häuser zu bauen, die gelegentlich die Pilger aufnehmen konnten.
Die alte Kirche wurde im siebzehnten Jahrhundert gebaut, gemäß dem Gelübde von der Stadt Biella der Schwarzen Madonna, bei der Pestepidemie von 1599.
In der Barockzeit hat das Heiligtum eine große architektonische Blütezeit genossen, dank des Schutzes des Hauses Savoyen. In Oropa sind berühmte Architekten wie Filippo Juvarra (der unter anderem die monumentale Porta Regia des Heiligtums entworfen hat), Ignazio Galletti und Guarino Guarini tätig gewesen.
Rund um die alte Basilika, die aus dem frühen siebzehnten Jahrhundert stammt, wurde ein Heiligtum errichtet, das für die Pilger die Funktion eines Hospiz hatte.
Die Errichtung der Oberen Basilika begann im Jahr 1885, gemäß dem Projekt von Ignazio Amedeo Galletti (1726-1791), ein Jahrhundert früher entworfen. Als sie begann, war das goldene Zeitalter der Heiligtümer schon fast vorbei, sie wurde so im Jahre 1960 geweiht, blieb aber in Wirklichkeit unvollendet, denn auch noch heute sind in mehreren Punkten die Backsteine zu sehen.

Zwischen 1911 und 1958 bestand zwischen Biella und dem Heiligtum eine Bahnverbindung, dann leider durch eine triviale Busverbindung ersetzt.

Die Alte Basilika
Fotos 1-3. Sie wurde im Jahr 1620 vollendet. Die Syenitsteinen mit der sie gebaut wurde stehen an den Seiten unter einer Putzschicht versteckt, bei der frühbarocken Fassade sind sie frei zu sehen. Die Struktur der Kirche enthält sowohl klassische als auch originelle Elemente. Klassisch ist der Grundriss eines lateinischen Kreuzes und die Aufteilung des Hauptkörpers der Kirche in drei Schiffen, wobei die Seitenschiffe viel niedriger und schmaler als das Hauptschiff sind und von ihm durch Bögen getrennt sind, die von dreifachen Säulen getragen werden: eine Säule mit quadratischem Querschnitt in der Mitte mit zwei Säulen auf beiden Seite mit rundem Querschnitt und zum Teil mit der zentralen verschmolzen.
Die originelle Elemente der Kirche sind durch die Lage des Altars und die Anwesenheit hinter ihm, unter der Kuppel, der Eusebianischen Kapelle (Fotos 2-3), praktisch eine antike Kapelle aus dem neunten Jahrhundert der einen reichen dekorativen Rahmen aus rotem und schwarzem Marmor außen hinzugefügt wurde. Im hinteren Teil ist der grobe Steinmauerwerk immer noch sichtbar, während im Inneren wertvolle Fresken aus dem vierzehnten Jahrhundert zu bewundern sind, die einem unbekannten Maler, dem sogenannten Meister von Oropa, zugeschrieben werden. Der Freskenzyklus ist der Jungfrau und einigen Heiligen gewidmet, die damals an dem Ort besonders verehrt wurden.
Die Lage des Altars und die Anwesenheit des Saccellums verursachen, dass der kurze vertikale Zweig der Kirche nicht, wie oft der Fall ist, einen Chor enthält. Er hat dagegen die Struktur und die Funktion einer großen Kapelle erworben, die Kapelle des Allerheiligsten. Oberhalb des Altars an der hinteren Wand befindet sich ein merkwürdiges Poliptychon mit floralem Thema. Über dem Altar steht ein Brettbaldachin. An den Wänden stehen im oberen Teil Fragmente von Fresken (aus der ehemaligen Kirche Santa Maria?), während der untere Teil mit geschnitzten Holzplatten mit Reliefs, die Szenen aus dem Leben der Jungfrau darstellen, bedeckt ist.
Die Kirche ist nicht mit eigenen Fresken ausgestattet, während es Fresken an der Decke der Sakristei gibt. Die Decke des Hauptschiffes ist jedoch in Blau so dekoriert, dass fast eine ähnliche Wirkung wie ein Sternenhimmel entsteht.
Es ist zu beachten, dass die Decke des Kirchenschiffs in der Tat viel niedriger ist als das Dach der Kirche (das Dach ist mit "Losen" bedeckt, Granitplatten typisch der Gegend). Das Kirchengebäude enthält in der Tat im oberen Teil andere Räume, einschließlich Zimmer für die Pilger, von denen einige sogar über einen Balkon verfügen.
Die Fassade, entworfen von Francesco Conti, besitzt die typischen Linien des Frühbarocks, noch recht nüchtern. Der reichste Teil ist das Portal, dunkler, mit oberhalb von ihm, aus weißem Stein, das Wappen des Herzogs Carlo Emanuele II, von zwei steinernen Engel unterstützt.
Am rechten Rand der Fassade ist eine Uhr eingefügt worden.
Am Ende des rechten Seitenschiffes kann man ein schönes Letztes Abendmahl von Bernardino Lanino aus dem sechzehnten Jahrhundert bewundern.

Die zwei Höfe
Der majestätische Komplex des Heiligtums von Oropa umfasst zwei große Höfe, einen oberen (wo die alte Basilika steht) und einen unteren.
Beachtenswert ist, dass vor dem Heiligtum in Richtung der Ebene, eine große Wiese gibt, die es möglich macht, den Blick in Richtung Biella frei von Hindernissen zu genießen.

Der untere Hof ist auf zwei Ebenen aufgeteilt und enthält zahlreichen Geschäfte, Bars und Restaurants.

Der obere Hof, im dessen Zentrum das klassische "Burnel" steht (großer Granitbrunnen mit hängenden Schöpfkellen mit denen man das Wasser trinken kann) beherbergt die Büros, einige Kapellen, das Museum der Schätze, das zahlreiche Kunstwerke und archäologische Funde enthält, und die Historische Archive und die Bibliothek. Die letztere enthält 15000 Bände, auch sehr alte, mit religiösem Thema, aber auch über das Heiligtum und über die Biella Gegend.
Die Korridore dienen dann als Ausstellungsgalerien der vielen im Laufe der Jahrhunderten von den Gläubigen zum Heiligtum gebrachten Votivgaben, viele exquisit volkstümlich.
Die verschiedenen Flügel der beiden Höfe beherbergen unzählige Zimmer verschiedener Größen und Typologie für die Pilger oder auch für die einfachen Besucher.

Der untere Hof ist über eine große Treppe mit dem oberen verbunden, die zur "Porta Regia" ("Königliches Tor", Bild 5) führt, so genannt, weil es auf dem Giebel das Emblem vom König Vittorio Amedeo II trägt. Das Tor wurde von dem Architekten Filippo Juvarra entworfen.

Die Obere Basilika
(Fotos 7-10) Wie bereits erwähnt, wurde sie im Jahr 1960 geweiht, 75 Jahre nach dem Beginn der Arbeiten für ihre Errichtung. In Wirklichkeit ist sie unvollendet geblieben, da in vielen Teilen immer noch die Backtsteine ??(oder die Steine) zu sehen sind.
Mit einem achteckigen Grundriss, steht sie oberhalb der beiden Höfen und von ihnen durch einen großen leeren Platz getrennt. Das auffälligste Merkmal ist zweifellos die enorme 80 Meter hohe Kuppel. Diese Kuppel ist sogar noch von der Ebene aus sichtbar, und in der Tat ist sie zum Unterscheidungsmerkmal des gesamten Heiligtum geworden, obwohl sie erst seit relativ kurzer Zeit Teil von ihm ist.
Von kürzerer Entfernung aus erscheint die Neue Basilika auch von der übergrossen auf kolossalen Säulen gestützten Vorhalle gekennzeichnet. Die Vorhalle enthält drei große Tore aus Bronze, auf denen die Geschichte des Heiligtums beschreiben ist.
Wie im Fall der alten Basilika, und auch noch mehr, entspricht der Innenraum der Kirche nicht dem Volumen des Baukörpers: in der Tat ist die Kirche vollkommen in anderen Gebäuden einfügt, und von außen sieht man Fenster, die überhaupt nicht auf das Innern der Kirche geben, sondern auf Zimmer, die auf mehreren Etagen verteilt sind.
Die Kirche besitzt einen achteckigen Innenraum. Es gibt drei Kapellen pro Seite, weiterhin gibt es dann den Bereich der Eingängen und schließlich, ihm entgegengesetzt, eine kreisförmige Kapelle (mit ihrer eigenen Sekundärkuppel versehen) die als Presbiterium dient.
Der Altar ist vom Luftigen Ziborium überwunden, vom modernen Mailänder Künstler Gio Ponti.
Die neue Basilika beherbergt eine interessante Sammlung von Krippen aus der ganzen Welt, die größeren in der Krypta unter ihr, die kleineren in einem Raum neben dem Eingang.
Die Kapellen sind mit schönen Fresken wahrscheinlich schon aus dem zwanzigsten Jahrhundert geschmückt, deren Farben eher klar und hell sind. Ehrlich gesagt erscheint das Ziborium von Gio Ponti völlig fehl am Platz, das mit der Größe der Strukturen, die es beherbergen, überhaupt nicht in Harmonie steht.

Der Heilige Berg
Auf der linken Seite des monumentalen Komplexes des Heiligtums befindet der Heilige Berg, vom UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt und kürzlich Sondernaturschutzgebiet der Region Piemont geworden.
Die Intervention von mehreren der Gemeinden in der Biella Gegend machte es möglich, zwischen dem siebzehnten und dem achtzehnten Jahrhundert, die zwölf Kapellen, dem Leben der Jungfrau gewidmet und mit polychromen Terrakotta-Statuen in Lebensgröße bevölkert, zu errichten.
Eine detaillierte Beschreibung kann auf der entsprechenden Seite von der offiziällen Website des Heiligtums von Oropa gefunden werden.

Der Monumentale Friedhof
In unmittelbarer Nähe des Heiligtums gibt es einen Friedhof, der im Jahre 1877 eröffnet und dann mehrmals vergrößert wurde, in dem, unter Grabmäler oft von großem künstlerischen Wert, innerhalb des schon vorher bestehenden Buchenwaldes, herausragende Persönlichkeiten aus Biella und Piemont ruhen. Insbesondere muss die Syenit Pyramide, die die Überreste von Quintino Sella enthält, erwähnt werden.
Weitere Informationen kann man auf der entsprechenden Seite auf der offiziällen Website des Oropa Heiligtums finden.

Nennenswert ist auch die Tatsache, dass das Heiligtum auch eine wetterseismische Beobachtungsstation beherbergt, 1874 durch die Arbeit vom Barnabiten Vater Francesco Denza aus Neapel gegründet, und dass neben ihm ein vom WWF geführter alpiner Botanischer Garten steht.

Weitere Bilder des Heiligtums von Oropa in der Abteilung Fotographie von dieser Website

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