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Varedo (Monza e Brianza): Villa Bagatti Valsecchi

Foto Villa Bagatti Valsecchi
Foto Villa Bagatti Valsecchi
Foto Villa Bagatti Valsecchi
Foto Villa Bagatti Valsecchi
Foto Villa Bagatti Valsecchi
Zeige andere Plätze um Mailand eines Besuches wert:
Plätze  von historischem Wert  von naturalistichem Wert  von künstlerischem Wert in der Nähe (Italien): Villa Bagatti ValsecchiGESCHICHTE
Seit 1523 ist in den Dokumenten die Anwesenheit der Familie Bagatti in Varedo verzeichnet, möglicherweise dort angekommen, um den zyklischen Pestepidemien zu entkommen, die das 16. Jahrhundert quälten, bis zu der verheerendsten von 1630, die von Manzoni erzählt wurde.
Zu jener Zeit gaben die Nonnen des Mailänder Klosters Santa Maria Maddalena den grossen Besitz, der sich bis an die Ränder des bewohnten Zentrums von Varedo erstreckte, an Paximus de Bagatis ab.
Das Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert, die heute erhaltene monumentale Villa Bagatti Valsecchi, wurde durch Umbauten und Erweiterungen der ersten möglicherweise bereits architektonisch wertvollen Residenz aus dem 16. Jahrhundert gewonnen.

Die Brüder Fausto und Giuseppe der Familie, Familie die nach der Ehe mit der Familie Valsecchi Bagatti-Valsecchi geworden war, erweiterten 1878 das Landgut und begannen ein Bauprogramm. Die bestehende Villa wurde umgebaut und erweitert, um sie in eine elegante Ferienvilla im eklektischem Stil zu verwandeln.

Das Gebäude wurde von den Architekten Bagatti Valsecchi ab 1878 auf dem Plan des bereits bestehenden Herrenhauses errichtet. Ein Obergeschoss wurde dem einstöckigen Mittelkörper hinzugefügt. Das Gebäude mit einer Fläche von ca. 800 m² hat einen kompakten und regelmäßigen Körper ohne Seitenflügel und besteht aus hervorstechenden und und sich überlappenden Schichten. Im Osten ist es durch einen offenen Säulengang mit einem Nebengebäude verbunden, das zu jener Zeit als Gästehaus diente und durch einen langen überdachten Gang mit den Ställen und den Schuppen am Concierge und später mit den Bauernhäusern und den Gewächshäusern verbunden war.
In ihren Interventionen wollten die Bagatti-Brüder den lombardischen Rococostil nachahmen, außeh mit Gemessenheit und Sparsamkeit, im Inneren mit mehr Prunk und Reichtum.

In Übereinstimmung mit der antiquarischen Kultur und der damaligen Mode, antike Artefakte zu sammeln, umfassten die Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten die Rückgewinnung und Wiederverwendung großer Mengen von Material aus den damals in Mailand laufenden Abrissen. Insbesondere wurden Teile des Lazzaretto (antike Einrichtung für die Pflege von Pestkranken in Mailand), dessen Säulen aus dem 15. Jahrhundert gekauft und wieder zusammengesetzt wurden, und der Glockenturm des Klosters Sant'Erasmo in Mailand, der für die Panorama-Loggia oben auf dem zentralen Körper der Villa, eine seiner charakteristischsten Elemente, verwendet.

1881 wurde die große 1570 Meter lange Allee, die die Villa im Süden mit Palazzolo Milanese verbindet, nach einem Projekt des Ingenieurs Domenico Laveni gebaut. Sie ist 30 Meter breit und wird von zwei Reihen Zypressenpappeln flankiert, die in regelmäßigen Abständen voneinander angeordnet sind.

1883 wurden die Ställe und die Dependance sowie der sie verbindende Säulengang gebaut. Für den letzteren wurde Material aus dem Abriss des Mailänder Lazzaretto verwendet.

Zwischen 1935 und 1942 gewährten die Besitzer der Heliotherapiekolonie die Möglichkeit, den Park für die Kinder der Bürger von Varedo zu nutzen, die zu Waffen gerufen worden waren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann für die Villa eine Zeit des langsamen, aber fortschreitenden Niedergangs.
Im Jahr 2011 wurde die Villa schließlich von der Stiftung "La Versiera 1718" erworben, deren alleiniger Anteilseigner die Gemeinde Varedo ist und die sich seitdem dazu verpflichtet, die Villa zu schützen, zu fördern und zu aufzuwerten, soweit es mit ihrer Natur con historisch-künstlerischem Gut vereinbar ist, insbesondere durch ihre Nutzung als Location für öffentliche und private Veranstaltungen.

STRUKTUR
Die Villa verfügt über zwei Fassaden, von gleichrangiger Bedeutung: eine nach Norden in Richtung Stadt und eine nach Süden in Richtung Park. Die erste ist bewegter, da sich der zentrale Körper im Vergleich zu den seitlichen in einer leicht rückwärtigen Position befindet und im Erdgeschoss über seine gesamte Breite mit einer zum Ehrenhof offenen Loggia ausgestattet ist. Die Fassade zum Park ist flach, wird aber im Erdgeschoss durch eine große Terrasse mit Blick auf den Park bereichert.
Nennenswert das Vorhandensein auf der Westseite von zwei Nischen, in denen sich zwei grosse Statuen befinden.
Schließlich besitzt die Ostseite einen weiteren Portikus, der von einer Terrasse überragt wird, die die Funktion hat, den Körper der Villa und den des kleinen Dependance optisch zu verbinden.

Die Villa hat drei Stockwerke: Das Erdgeschoss besteht aus einer Reihe großer Säle und dekorierter Zimmer in der Villa sowie vielen mittelgroßen Zimmern
in dem Nebengebäude. Das Zwischengeschoss in der Villa besteht aus kleinen Räumen mit niedriger Decke, die einst von den Dienern bewohnt wurden. Der erste Stock folgt in seiner inneren Unterteilungen weitgehend dem Erdgeschosses, auch hier mit großen Hallen und von zwei Panoramaterrassen flankiert.

Leider ist fast nichts von der ursprünglichen Einrichtung im Inneren erhalten. Es bleiben jedoch verschiedene Strukturelemente übrig, in denen die Kreativität und die Liebe zum Detail der Brüder Bagatti-Valsecchi erkennbar sind: die Monogramme an den Tür- und Fenstergriffen, die geschnitzten und vergoldeten Holzdecken, der kostbare Bodenbelag, die Schmiedeeisendekorationen, die Treppen, Brüstungen und Tore schmücken (Dekorationen, die zwischen 1881 und 1882 vom Handwerker Trivulzio nach Entwürfen der Brüder Bagatti-Valsecchi selbst angefertigt wurden).

Die mythologischen Fresken auf den Gewölben einiger Zimmer der Villa stammen aus der Zeit vor den Erweiterungsarbeiten der Brüder Fausto und Giuseppe Bagatti-Valsecchi. Sie wurden tatsächlich von Martino Cignaroli zwischen 1649 und 1726 gemalt.
Einer der Räume ist mit einer Reihe von Leinwändern dekoriert, die mythologische Geschichten darstellen die und unmittelbar unter der Decke entlang des gesamten Raumumfangs angebracht sind, um Fresken zu simulieren.

Der Park hat eine Ausdehnung von etwa 64.500 Quadratmetern und wurde 1884 eingerichtet. Der als englischer Garten gestaltete Park umfasst verschiedene Elemente: dekorative Elemente wie Statuen und den Brunnen, formale wie den Galopp, die Gemüsegärten und einen künstlichen Hügel, sowie architektonische wie die Rekonstruktion des San Gregorio-Tors des Lazzaretto in Mailand und des Eishauses.
Im Park gibt es hauptsächlich Laubbäume, die im Wesentlichen in kleinen Gruppen von drei Bäumen konzentriert sind um zu jeder Jahreszeit eine angenehme Aussicht zu garantieren. Die Trennlinien werden häufig durch einen zweifarbigen Kopfsteinpflasterrand unterstrichen, der zum technischen und dekorativen Merkmal des Parks wird. Das Motiv ist auch im Blumenbeet vor dem Belvedere, das sich durch ein Design in Form einer Florentiner Lilie gekennzeichnet ist und ursprünglich Blumen zu jeder Jahreszeit beherbergen sollte, zu sehen.
Neben dem Park selbst befindet sich vor der Nordfassade der Ehrenhof. Es ist durch ein großes rundes Blumenbeet in der Mitte gekennzeichnet, welches von acht Statuen mit mythologischen Figuren gekrönt und in dessen Mitte sich eine Statue von Julius Cäsar, wahrscheinlich römischen Ursprungs, befindet.

Der Springbrunnen (Abb. 1) in der Mitte des Parks, in Linie mit der von Bäumen gesäumten Allee, die nach Palazzolo führt, hat eine kreisförmige Struktur, befindet sich jedoch in der Mitte eines elliptischen Bereichs mit der Hauptachse senkrecht zur Fassade der Villa, so dass er von der Villa aus gesehen kreisförmig erscheint. Dieser Beraich ist von Kiesstreifen begrenzt und mit vier fast flachen Treppen zu erreichen. Jede Treppe war ursprünglich am Anfang und am Ende mit zwei Statuen auf Sockeln ausgestattet. Leider sind heute viele der 16 Statuen verloren gegangen.
Der Rand des Brunnens selbst besteht aus Molera-Stein, während der Boden der Wanne aus einem Mosaik aus zweifarbigen Fliesen besteht: die weißen aus Carrara-Marmor, die dunklen aus schwarzem Kalkstein. Leider wurde der Brunnen nur teilweise restauriert.

Im Park befindet sich auch ein Teil des Mailänder Lazzaretto (Abb. 5), das Tor von San Gregorio (oder Kleines Tor), durch welches die von der Pest Verstorbene weggebracht wurden. Es wurde vor dem Abriss gerettet und in den Park der Villa gestellt.
Ein anderer Teil des Lazzaretto wurde, wie bereits erwähnt, als überdachte Verbindung zwischen dem Nebengebäude und den Ställen genutzt. Unter dem Säulengang befand sich ursprünglich ein Lapidarium (leider 1900 entfernt), das aus Grabsteinen größtenteils aus der Renaissance umfasste.
Ein weiteres interessantes Element des Parks ist das Eishaus (Abb. 4), das sich in der westlichen Ecke in der Nähe der Mauer befindet. Es wurde 1882 erbaut und hat eine Tiefe von ca. 7 Metern. Der Zugang erfolgte über einen kurzen Durchgang in Form einer künstlichen Höhle.

Kategorien: Plätze von historischem Wert von naturalistichem Wert von künstlerischem Wert


Via Vittorio Emanuele II, 48, 20814 Varedo MB
Villa Bagatti Valsecchi Zusätzliche Fotos in der Sektion Photographie
Varedo (Monza e Brianza, Italy): San Gregorio Gate of the Lazzaretto in the park of Villa Bagatti Valsecchi
Varedo (Monza e Brianza, Italy): Villa Bagatti Valsecchi seen from the park
Varedo (Monza e Brianza, Italy): Allegory of spring in Villa Bagatti Valsecchi
Varedo (Monza e Brianza, Italy): Internal portal in Villa Bagatti Valsecchi
Varedo (Monza e Brianza, Italy): Park of Villa Bagatti Valsecchi