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Arcore (Monza e Brianza): Villa Borromeo d'Adda

Foto Villa Borromeo d'Adda
Foto Villa Borromeo d'Adda
Foto Villa Borromeo d'Adda
Foto Villa Borromeo d'Adda
Foto Villa Borromeo d'Adda
Zeige andere Plätze um Mailand eines Besuches wert:
Plätze  von historischem Wert  von künstlerischem Wert  von landschaflichem Wert in der Nähe (Italien): Villa Borromeo d'AddaVilla Borromeo d'Adda und ihr Park dominieren das Zentrum von Arcore.

GESCHICHTE
Die Villa wurde in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts erbaut, als der Abt Ferdinando D'Adda eine Residenz auf dem Hügel errichtete, die seitdem den Namen "Montagnola" trägt ("Kleiner Berg").
Zur gleichen Zeit wurde auch eine Villa an den Hängen des Hügels in Richtung Straße gebaut. Febo d'Adda, Cousin vom Abt Ferdinando d'Adda, besaß diese zweite Villa.
1808 wurden die bis dahin geteilten Grundstücke der beiden Villen durch Erbvorstände in den Händen von Giovanni d'Adda, Sohn von Febo d'Adda, vereinigt.
Um 1840 beauftragte er den Architekten Balzaretti, den berühmtesten Gartenarchitekten jener Zeit, die beiden Teile des Grundbesitzes zu harmonisieren.
Mit Ausgrabungen und dem Transport von 160.000 Kubikmetern Erde vereinigte Balzaretti die beiden Gärten der vorhergehenden Grundstücke. Er sorgte auch für die Anpflanzung von vielen exotischen Bäumen, Magnolien und immergrünen Pflanzen, zum großen heute noch anwesend. Der Park wurde 1845 fertiggestellt und danach erneuerte Balzaretti die Villa.
Die Wahl der Residenz fiel auf die "Montagnola" (Abb. 1), panoramisch und von viel Grün umgeben, sicherlich besser als Adelsresidenz geeignet.
Der Eingang zur Südfassade wurde zur Stadt hin geöffnet und mit einer Loggia versehen.
Auf der Nordseite, in Richtung des größeren Teils des Parks, wurde der Portikus mit abgerundeten Ecken, der sich auf dieser Seite befand, mit Glas verschlossen.

Das Gebäude im unteren Teil (Abb. 4) wurde dagegen grundlegender umgebaut. Der zentrale Teil wurde abgerissen, um einen großen Eingang mit einem Tor zu schaffen, der einen dramitischen Blick zur "Montagnola" bietet.
Die große Serlianenöffnung blieb jedoch in beiden übrigen Körpern erhalten.
Auf der rechten Seite entstand die Pförtnerloge, während der linke Körper - ebenfalls von Balzaretti entworfen - 1850 die achteckige Neorenaissance Kapelle erhielt (Abb. 5), die Giovanni D'Adda nach dem Tod im Jahr 1849 der jungen Gemahlin Maria Isimbardi in Auftrag gab.

Eine zweite Renovierung der Villa erfolgte ab 1880 durch den Architekten Emilio Alemagna im Auftrag des Sohnes von Giovanni d'Adda, des Marquis Emanuele d'Adda, und seiner Frau Beatrice Trotti Bentivoglio.
Über der Loggia über dem Eingang zur Stadt hin wurde eine Terrasse errichtet.
Die beiden Seitenkörper wurden neugebaut, eine Etage angehoben, zurückversetzt und teilweise vom Zentralkörper getrennt.
Die Fassade zum Park des zentralen Körpers hin wurde dann vollständig vorangebracht, um anstelle der durch Glas geschlossene Loggia einen echten Saal mit abgerundeten Ecken zu schaffen, geöffnet durch große Fenster auf eine große überdachte Terrasse mit Blick auf den Park (großes Bild).
So wurde es auch möglich, über dem hervorstehenden Teil des Erdgeschosses, entlang dem ganzen zentralen Körper, eine große Terrasse zu schaffen, die allen Schlafzimmern erlaubte, auf den Park geöffnet zu sein.
Der Alemagna baute auch das große zentrale Treppehaus.
Im östlichen Seitenkörper wurde weiterhin ein neuer großer, durch eine leuchtende Galerie mit dem Hauptsaal verbundener Speisesaal geschaffen.
Zu dieser Zeit wurde auch der Park stark vergrößert, von 5 auf 30 Hektar. Infolgedessen wurden ein neuer Stall für 20 Pferde, zwei Gewächshäuser, eine Pförtnerloge an der Nordseite und mehrere Bauernhäuser errichtet.
1908 wurde ein großes "Parterre" errichtet, das sich von einem Ende des Hauses zum anderen erstreckt und alle Sälen mit einem schmiedeeisernen Geländer, dem letzten Neo-Rokoko-Ruck, umgibt.

Im Jahr 1911, mit dem Tod von Emanuele D'Adda, gingen alle Adelstitel und Güter an Febo Borromeo über, der den Nachnamen d'Adda zu seinem eigenen hinzufühgte. Seitdem hieß die Residenz Villa Borromeo D'Adda.
1980, nach einer Zeit des Verfalls, kaufte die Gemeinde Arcore die Villa und den Park. Nachdem sie den Park für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht hatte, führte sie überwiegend konservative Arbeiten am Baumerbe und am Hydrauliksystem durch und stellte das komplexe System zum Sammeln und Ablassen der Regenwassers wieder her. Die beiden Gebäude, die bereits als Rezeption der Villa genutzt wurden, wurden renoviert, um die städtischen Ämter unterzubringen und den Keller des linken Flügels (Teatrino, "Kleines Theater") als Location für Veranstaltungen und Versammlungen zu nutzen.

STRUKTUR
Das Gebäude ist auf 5 Ebenen.

  • Kellergeschoß: Ursprünglich für Dienstleistungen verwendet. Es wurde weniger konservativ restauriert als die oberen Etagen, weshalb das Mauerwerk und die Backsteingewölbe durch Putz verborgen wurden und andere Details nicht mehr sichtbar sind. Offensichtlich wurde es bevorzugt, der Flexibilität der Verwendung Vorrang zu geben.

  • Erdgeschoss, mit großen mit Stuck und mit Fresken verzierten Sälen.

  • Zwischengeschoss, das teilweise die Räume im Erdgeschoss überblickt.

  • "Noble" Etage, für die Eigentümer und die Gäste bestimmt.

  • Zweites Zwischengeschoss für die Dienerunterkünfte.

Erdgeschoss und Nobelgeschoss sind durch eine monumentale Treppe verbunden.
Die Räume im Erdgeschoss (Mittel- und Westkörper) und im ersten Stock (Mittelteil) präsentieren bedeutende monumentale Elemente, insbesondere in neobarockem Stil. In der Tat ist die Dekoration an einigen Stellen sogar übertrieben und neigt dazu, die Rationalität und Modernität der Gesamtstruktur der Villa zu verbergen.
Von besonderer Bedeutung:

  • Der Hauptsaal, oder ovaler Raum, (größeres Bild) mit Blick auf den Park und mit opulenten, teilweise vergoldeten Stuckverzierungen an den Wänden und an der Decke verziert. Es gibt auch einen großen Kronleuchter aus Muranoglas und einen schönen Parkettboden mit Holz in verschiedenen Farbtönen für ein geometrisches Muster.

  • Der linke hintere Raum, mit noch mehr Stuckdekorationen, sogar mit gemalten Medaillons, die von Stuckdekorationen an den Wänden versteckt wurden, die mit großem Realismus große Vorhänge nachahmen.

  • Der Speisesaal im rechten Seitenkörper zeichnet sich durch ein fein verziertes Gewölbe, große Öffnungen mit Blick auf den Garten und einen großen Spiegel aus.

  • Die Bühne der Musiker bei der Galerie, die den großen ovalen Saal mit dem Speisesaal verbindet.

  • Die Saal des Trompe-l'œil (Abb. 3) mit einer vollständig mit Fresken verzierten Decke, die den Blick auf einen Sonnenuntergangshimmel von einem Innenhof aus gesehen simuliert.

Die 5 Ebenen sind durch vier Treppen miteinander verbunden, die eine effektive vertikale Verbindung gewährleisten und die Hypothese einer "Unterteilung" in der Funktionsweise des Gebäudes zulassen. Das Erdgeschoss kann mit den bereits an den Fenstern vorhandenen Wandpaneelen beleuchtet und problemlos belüftet werden.
Die Bruttogeschossfläche beträgt 3.573 Quadratmeter, dazu kommen 179 Quadratmeter Balkone und Terrassen. Die Zimmer sind 113. Der Park erstreckt sich über eine Fläche von über 25 Hektar.
Abschließend sei noch auf das Vorhandensein zahlreicher und wichtiger dekorativer Elemente in Schmiedeeisen hingewiesen: Kronleuchter, Balustraden, Lampen, sowohl innen als auch außen.

VELA KAPELLE
(Abb. 5) Die Kapelle der Villa verdient eine getrennte Beschreibung. Mehr als eine kleine private Kapelle ist sie nähmlich eine echte kleine Kirche mit achteckiger Symmetrie, die wenig den eigentlichen Kirchen zu beneiden hat.
Die Kapelle ist das Werk des Architekten Balzaretti und der Bildhauern Vincenzo und Lorenzo Vela, die 1850 von Giovanni d'Adda beauftragt wurden, eine Kapelle zu errichten, in der die Überreste und die Erinnerung seiner vorzeitig verstorbenen jungen Frau Maria Isimbardi bewahrt werden konnten.
Der Balzaretti errichtete ein Gebäude in Renaissancestil (die Schlichtheit und das Festhalten am ursprünglichen Stil erlauben es, den Stil eher als Renaissance als als Neorenaissance zu bezeichnen, da der letztere Stil in Wirklichkeit eine freie Neuinterpretation des anderen darstellte, mehr als eine kohärente Nachahmung von ihm), inspiriert durch das achteckige Baptisterium aus dem 15. Jahrhundert im Bramante-Stil der Kirche Santa Maria bei San Satiro in Mailand.
Balzaretti konzipierte die Kapelle so, dass sie von außen nicht sichtbar ist und ihre Anwesenheit keine Änderungen in der Symmetrie der Gebäude verursachte, die zum Garten der Villa führen.
Das Innere der Kapelle besteht im Wesentlichen aus drei Ebenen: die untere mit einer großen Nische auf jeder der acht Seiten, die obere, die eine Loggia umfasst, die sich über den gesamten Umfang der Kirche erstreckt, und die Kuppel, an deren Basis sich acht runde Fenster befinden, eins auf jeder Seite. Zu beachten die kreisförmigen Verzierungen der Kuppelsegmente, blinde Versionen der Fenster an der Basis, die immer kleiner werdenden zur Spitze hin.
Die Ebenen sind durch dicke Trabeationen getrennt. Das Gebälk zwischen den ersten beiden Ebenen ist mit Reliefs, die biblische Szenen darstellen, und Runden mit Büsten von Heiligenfiguren verziert. Das Gebälk zwischen der oberen Ebene und der Kuppel ist stattdessen mit Cherub-Köpfen und Reliefs mit floralem und geometrischem Thema verziert.
Die Oberflächen der Pfeiler sind reliefartig mit Grotesken, Pflanzenelementen, Putten und Monstern verschiedener Art verziert.
Die perfekte achteckige Symmetrie wird durch die Werke von Vincenzo Vela gebrochen, die sich in zwei Nischen befinden: die Jungfrau des Schmerzens auf dem Altar in der Nische unmittelbar rechts vom Eingang und Maria Isimbardis Bett.
Die beiden Statuen enthüllen die menschlichen und religiösen Beweggründe, die das Gebäude inspiriert haben.
Maria Isimbardi, die auf ihrem Sterbebett zum Zeitpunkt des Todes abgebildet ist, drückt das tragische Ende des Lebens aus, aber das leidlose Gesicht und das Kruzifix in der Hand bestätigen das Prinzip des einfachen Transits im Jenseits. Die Jungfrau des Schmerzens ist eine junge Frau, schön, zart und vollkommen menschlich. Beim blicken in den Himmel und in die Dornenkrone drückt sich eine Kombination von Vertrauen und Schmerz aus.

Kategorien: Plätze von historischem Wert von künstlerischem Wert von landschaflichem Wert


Largo V. Vela n, 1, 20862 Arcore MB
Villa Borromeo d'Adda Zusätzliche Fotos in der Sektion Photographie
Arcore (Monza e Brianza, Italy): Stucco decorations in the oval room of Villa Borromeo d'Adda
Arcore (Monza e Brianza, Italy): Dome of the Vela Chapel in Villa Borromeo d'Adda
Arcore (Monza e Brianza, Italy): Stage of the musicians in Villa Borromeo d'Adda
Arcore (Monza e Brianza, Italy): The meadow in the center of the park of Villa Borromeo d'Adda
Arcore (Monza e Brianza, Italy): Ceiling of the trompe-l’œil hall of Villa Borromeo d'Adda
Arcore (Monza e Brianza, Italy): Neorococò fireplace in the main hall of Villa Borromeo d'Adda
Arcore (Monza e Brianza, Italy): Funeral monument to Maria Isimbardi in the Vela Chapel of Villa Borromeo d'Adda
Arcore (Monza e Brianza, Italy): Murano glass chandelier in the main hall of Villa Borromeo d'Adda
Arcore (Monza e Brianza, Italy): Trompe-l’œil hall of Villa Borromeo d'Adda
Arcore (Monza e Brianza, Italy): Mirror in the dining room of Villa Borromeo d'Adda
Arcore (Monza e Brianza, Italy): Villa Borromeo d'Adda seen from the main entrance
Arcore (Monza e Brianza, Italy): Coat of arms in gilded stucco in the oval hall of Villa Borromeo d'Adda
Arcore (Monza e Brianza, Italy): Gilded stucco decorations in the oval hall of Villa Borromeo d'Adda
Arcore (Monza e Brianza, Italy): Oval hall of Villa Borromeo d'Adda