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Meda (Milano): Kirche von San Vittore

Foto Kirche von San Vittore
Foto Kirche von San Vittore
Foto Kirche von San Vittore
Foto Kirche von San Vittore
Foto Kirche von San Vittore
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Plätze  von historischem Wert  von künstlerischem Wert in der Nähe (Italien): Kirche von San VittoreDie Kirche von San Vittore ist die des unterdrückten Klosters. Sie wurde im sechzehnten Jahrhundert errichtet, anstelle von einer früheren aus dem zehnten Jahrhundert.
Die Legende besagt, dass im frühen Mittelalter zwei Brüder der edlen Mailänder Familie Corio, Aimo und Vermondo von Wildschweinen angegriffen wurden während sie in den Wäldern auf die Jagd gingen und so auf Bäumen zuflucht ergreifen sollten. Sie schworen, ein Kloster an jenem Ort zu erbauen, im Falle sie unversehrt davongekommen wären.
Bald darauf gingen die Wildschweine weg. Die zwei junge Männer gingen bald wieder in die Wälder von Meda und erbauten auf dem Hügel des Wunders das Kloster, dem sie die Regel des heiligen Benedikt und den Namen des Heiligen Viktors gaben. Das Kloster, im Mittelalter mächtig dank der feudalen Rechte die es besass und der vielen Landbesitzen (so mächtig, dass im Jahr 1194 der Kaiser Heinrich VI und seine Gattin Konstanze von Hauteville es besuchten und dort auch übernachteten), bestand weiter bis es in 1798, mit anderen, von der Republik Cisalpina unterdrückt wurde.

Foto Church of San Vittore
Foto Church of San Vittore
Foto Church of San Vittore
Foto Church of San Vittore
Foto Church of San Vittore

Die Kirche von San Vittore, unter der Äbtissin Maria Cleofe Carcano errichtet und dem Architekten Gian Giacomo Dolcebuono zugeschrieben, wurden im Jahr 1520 beendet und im Jahre 1536 geheiligt. Noch jetzt ein geweihtes Gebäude, ist sie eines der besten Ausdrücken der späten Renaissance in der Lombardei, durch die im Jahre 1730 hinzugefühgte barocke Fassade bereichert.

Die Struktur und viele der Dekorationen erinnern an die Kirche von San Maurizio al Monastero Maggiore in Mailand.
Die Kirche, deren Innern vollkommen mit Fresken bedeckt ist, ist in zwei Teilen geteilt, der "innere", für die Nonnen bestimmt, und der "äußere", für die Gläubigen bestimmt. Ein Gitter erlaubte den Nonnen die heilige Messe zu folgen, die im öffentlichen Teil gefeiert wurde, und eine spezielle Tür erlaubte ihnen den Durchgang für die Kommunion.

Die Kirche befindet sich an der Spitze einer langen Treppe und ist auf beiden Seiten von anderen Gebäuden umschlossen.
Die Fassade, reich Barock verziert aber einfarbig, ist in zwei Ordnungen aufgeteilt.
Über dem Haupteingang befindet sich eine Statue vom Heiligen Viktor reitend, während die oberen zwei Statuen, von den vier vorhandenen, stellen die Heiligen Aimo und Vermondo dar.
Der Innenraum hat ein einziges Schiff. Alle Oberflächen sind mit Fresken aus der Spätenaissance bedeckt.
Die Seitenwände sind in Kapellen unterteilt, die durch Pilaster getrennt sind. Über ihnen steht das Gebälk. Zwischen diesem und dem Dach öffnen sich breite runde Fenster. Das geometrische Elemente des Kreises, typisch für die Renaissance, ist auch in den Porträts von Heiligen in einigen Lünetten der Kapellen, zwischen ihnen und den Pilastern und im Gebälk zu finden.
Seltsamerweise, in der Deckendekoration ist stattdessen das Dreieck vorhanden, mit Ausnahme des mittleren Bereiches, wo wieder der Kreis erscheint.

Im Bezug auf die malerische Dekorationen, ist die Schule von Bernardino Luini die dominierende Präsenz, eine Schule, die unter der direkten Leitung des Lehrers tätig gewesen zu sein erscheint. Die Seitenkapellen - einige dann im Vergleich zum ursprünglichen Design renoviert - sind komplett mit Fresken dekoriert und mit Altären, Lisenen, Gesimsen, Friesen und anderen Elementen versehen, die alle reich mit verschiedenen Motiven und Themen verziert sind.
Das Gewölbe ist reich mit Renaissance-Motiven, Arabesken und Symbolen der Passion Jesu dekoriert.
Im Vergleich zu der Kirche von San Maurizio al Monastero Maggiore in Mailand dominieren aber dunklere Töne, insbesondere dadurch, dass in den Deckenverzierungen und auf den Strukturelementen dunkelblau und dunkelrot den Vorrang haben, statt Orange wie im Fall der Mailänder Kirche.

Die erste Kapelle auf der linken Seite geherbergt das so genannte "Mortorio", eine kostbare Holzgruppe des XVI Jahrhunderts mit neun lebensgroßen Statuen von einem unbekannten Künstler, die die Kreuzabnahme Christi darstellt.
Auf dem zweiten Altar auf der linken Seite (mittleres Bild), Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz gewidmet, befindet sich eine vergoldete Holzstatue der Jungfrau des achtzehnten Jahrhunderts, die von einer Adligen der Familie Fossati von Meda beauftragt. Auf der rechten Seite von der Statue ist die Heiligen Katharina von Alexandria zu sehen, die der Jungfrau eine Nonne vorstellt, Nonne die die Äbtissin Maria Cleofe Carcano sein könnte,sehr Katharina von Alexandria true und Fördererin des Wiederaufbaus der Kirche im Jahr 1520, oder aber Susanna del Bene, Äbtissin ab 1535 und auf deren Name daher die auf der rechten Seite dargestellte biblische Episode, die berühmte Szene von Susanna und den Alten Männer, anspielen könnte. Diese Fresken stammen von Giovanni Lomazzo, der das Geschäft von Luini nach dessen Tod erbte.

Nicht weniger wertvoll als die Seitenwände, sowohl in Hinblick auf die künstlerische als auch auf die religiöse Bedeutung, ist der Hochaltar. Die Urne unter dem Altar enthält die Überreste der Heiligen Aimo Vermondo (die beiden, die Zuflucht in den Bäumen suchen mussten und die auch in der dritten Kapelle auf der linken Seite dargestellt sind, Bild 4), während über dem Tabernakel das große Altarbild von Giovan Battista Crespi, auch als Cerano bekannt, zu bewundern ist, und seitlich von ihm Fresken die Giulio Campi zugeschrieben werden.
Das Altarbild vom Cerano, welches den auferstandenen Christus zwischen den Heiligen Scholastika, Paulus, Ambrose, Karl und Victor zeigt, wurde in der Tat nur im Jahr 1626 installiert, anstelle des vorherigen Altarbildes von Antonio Campi, anlässlich der feierlichen Übergabe der Leichen der Heiligen Aimo und Vermondo, die den 14. Juni 1626 stattfand.

Im dritten Jahrzehnt des achtzehnten Jahrhunderts wurde der ursprünglichen schmucklosen Vorderseite die aktuelle im lebendigen "Barocchetto Lombardo" Stil dekorierte Fassade hinzugefühgt.

Die interne Klosterkirche (Bilder 10 und 11) wurde leider in der napoleonischen Zeit durch eine Trennwand in zwei Teilen geteilt und in eine Scheune umgewandelt, dann sogar in eine militärische Krankenstation. Die Fresken an den Wänden der Kapellen blieben bis vor wenigen Jahren mit Kalk abgedeckt und sind weniger wertvoll als die der äusseren Kirche.
Die jenigen, die sich im "Chor Raum" im Obergeschoss befinden, sind dagegen wertvoller.

Den 29. Mai 1798 unterdrückte ein Dekret das tausend Jahre alte Kloster, die Nonnen wurden vertrieben, und die Besitze auf Auktion verkauft.

Im Oktober des darauffolgenden Jahres Giovanni Giuseppe Maunier, reicher Kaufmann von Marseille und Lieferant der Französisch Armee, kaufte einen Teil des Klosters und beauftragte den berühmten Wiener Architekten Leopold Pollack, den Komplex in eine neoklassizistische Villa umzuwandeln. Der Rest des Klosters und die Villa wurden dann im Jahre 1836 von Giovanni Traversi erworben und von ihm ging die Anlage seinen Nachkommen über bis zu den heutigen Besitzern, die Antona Traversi.
Die Kirche von San Vittore gehört also zur Zeit zu dem Komplex der Villa Antona Traversi.

Kategorien: Plätze von historischem Wert von künstlerischem Wert


Piazza Vittorio Veneto, 4, 20036 Meda MB
Chiesa di San Vittore Zusätzliche Fotos in der Sektion Photographie
Meda (Milan, Italy): Detail of the Chapel of the Madonna of the Rosary in the Church of San Vittore
Meda (Milan, Italy): Interior of the Church of San Vittore
Meda (Milan, Italy): Facade of the Church of San Vittore
Meda (Milan, Italy): Altar and presbytery of the Church of San Vittore
Meda (Milan, Italy): Ceiling of the Church of San Vittore
Meda (Milan, Italy): Detail of the Chapel of San Carlo in the Church of San Vittore
Meda (Milan, Italy): Chapel of the Adoration of the Magi in the Church of San Vittore
Meda (Milan, Italy): Chapel of the Madonna of the Rosary in the Church of San Vittore
Meda (Milan, Italy): Chapel of the Saints Aimo e Vermondo in the Church of San Vittore
Meda (Milan, Italy): Wall of the Chapel of the Madonna of the Rosary in the Church of San Vittore
Meda (Milan, Italy): Chapel of Saints Peter and Paul in the Church of San Vittore
Meda (Milan, Italy): Ceiling of the hall of the nuns in the Church of San Vittore