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Basilika von San Lorenzo Maggiore

Foto Basilika von San Lorenzo Maggiore -  Kirchen / Religiöse Gebäude  Römisches Mailand
Foto Basilika von San Lorenzo Maggiore -  Kirchen / Religiöse Gebäude  Römisches Mailand
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Mailand - Kirchen / Religiöse Gebäude  Römisches Mailand: Basilika von San Lorenzo MaggioreWichtigste vertretene Stile: Römisch - Frühchristlich - Romanisch - Renaissance

Die Basilika San Lorenzo Maggiore ist einer der ältesten und bedeutendsten Sakralbauten Mailands. Die Basilika war bei ihrer Errichtung das größte Bauwerk des Westens mit zentralem Bauplan.
Sie besteht aus einem zentralen Kern, mit zentraler Symmetrie und gekrönt von vier Türmen, von dem drei Satellitengebäude ebenfalls mit zentraler Symmetrie ausgehen: im Norden die Kapelle San Sisto, im Osten die von Sant'Ippolito und im Süden die von Sant'Aquilino.

GESCHICHTE
Trotz ihrer großen historischen Bedeutung ist nicht genau bekannt, wann die Basilika erbaut wurde. In diesem Zusammenhang können nur die verschiedenen Theorien aufgezählt werden:

  • Einigen Gelehrten zufolge wurde die Basilika San Lorenzo in der konstantinischen Zeit oder in Erwartung des Konzils von Mailand im Jahr 355 erbaut, das mit dem Sieg der Arianer und der Wahl von Aussentius zum Bischof von Mailand endete. Sie wäre also eine arianische Basilika gewesen.

  • Nach anderen soll San Lorenzo als Pfalzbasilika unter Kaiser Theodosius, also am Ende des 4. Jahrhunderts, errichtet worden sein und eine orthodoxe Basilika gewesen sein. Die Kapelle Sant'Aquilino wurde stattdessen im fünften Jahrhundert von Galla Placidia erbaut. In diesem Fall (und im ersten Fall) könnte die Basilika San Lorenzo Maggiore mit der Basilika "Portiana" zusammenfallen, die die Arianer gegen Ende des 4. Jahrhunderts in ihrer Nutzung belassen wollten.

  • Eine neue Theorie besagt, dass die Basilika mit der Basilica Portiana zusammenfällt, die auf Wunsch des Kaisers Gratian unmittelbar nach der Wahl vom Heiligen Ambrosius zum Bischof im Jahr 375 erbaut wurde und die der Kaiser den Ariern schenkte, um die Unnachgiebigkeit von Ambrosius zu kompnensieren und den Frieden zwischen den beiden christlichen Fraktionen zu wahren.

  • Nach Ansicht anderer Gelehrter wurde die Basilika stattdessen im fünften Jahrhundert erbaut und kann daher nicht mit der Baslica Portiana identifiziert werden.

Die Tatsache, dass sich über das Baudatum ein Schleier des Vergessens gelegt hat, scheint jedoch darauf hinzudeuten, dass sie von der danach unterlegenen arischen Fraktion errichtet wurde.

Was feststeht ist, dass das Areal, auf dem die Basilika errichtet wurde, aus einem Schutt- und Abfallhaufen des Staatsbesitzes bestand, der sich in einem sumpfigen Gelände außerhalb der Stadtmauern befand. Diese Art von Land, für große Bauten wenig geeignet, führte dazu, dass zuerst solide Steinfundamente mit einer Tiefe von über vier Metern erstellt werden mussten.

Die drei mit der Basilika verbundenen zentralsymmetrischen Körper wurden zu unterschiedlichen Zeiten errichtet:

  • Die Kapelle Sant'Ippolito dürfte noch vor der eigentlichen Basilika gebaut worden sein.

  • Die Kapelle Sant'Aquilino wurde kurz nach der Basilika erbaut.
    Ihre Apsis hingegen stammt aus der Spätrenaissance.

  • Die Kapelle San Sisto stammt aus einer jüngeren Zeit.

Wie die Kirche im Original aussah, insbesondere was die Kuppel betrifft, ist unbekannt. Dies liegt daran, dass die Basilika schon in fernen Zeiten verschiedene Einstürze und Beschädigungen erlitt und die Reparaturarbeiten ihr Aussehen stark verändert haben. 1071 und 1075 gab es zwei Brände, 1103 stürzte das Dach ein und 1124 gab es den Brand des Giovia Tors, der auch die Basilika beschädigte. In der Romanik entstand daher eine neue Kuppel, von der wir uns durch überlieferte antike Zeichnungen und Gemälde ein Bild machen können. Über die Struktur des ursprünglichen römischen ist nichts bekannt, wenn auch spätantike Beschreibungen bezeugen, dass sie innen mit Marmor und glitzernden Mosaiken geschmückt war.
1573 kam es zu einem erneuten Einsturz der Kuppel, die dann durch die jetzige nach einem Entwurf von Martino Bassi ersetzt wurde. Bei der Rekonstruktion wurden die verbliebenen Strukturen so gut wie möglich erhalten, ein Zeichen des Prestiges, das das Gebäude seit jeher genossen hat.
In den Jahren 1623-1625 wurden nach dem Willen von Kardinal Federico Borromeo die Kanonen hinzugefügt, das sind die beiden Flügel des Komplexes, die den Raum vor der Kirche seitlich abschließen.
Erst 1894 wurde der große neoklassizistische Portikus vor der Fassade fertiggestellt. Sein Bau ist dem Architekten Cesare Nava zu verdanken, auch wenn der Bau bereits von Martino Bassi begonnen worden war.
Ursprünglich stand vor der Basilika ein großes vierseitiges Arkaden-Atrium. Von dieser Struktur gibt es nur noch 16 römische Säulen (heute bekannt als "Säulen von San Lorenzo"), die vor der Westmauer platziert waren, um dem Komplex mehr Feierlichkeit zu verleihen.

STRUKTUR
Kolonnade
: Wie bereits erwähnt, auch als "Säulen von San Lorenzo" bekannt, besteht sie aus sechzehn 7,6 Meter hohen Säulen und stellt die Überreste des spätantiken Quadriportikus dar, der vor der Basilika stand. Eine ähnliche Struktur findet man noch heute vor der Basilika Sant'Ambrogio. Die Kolonnade wurde 1071 wiederentdeckt, als ein Brand das Gebäude vor der Basilika zerstörte, in dem sie eingegliedert worden war.
Die Säulen, aus denen sie besteht, sind recyceltes Material aus älteren römischen Gebäuden.
Es ist jedoch zu beachten, dass die Kolonnade im Mittelalter, zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert, auf einen neu geschaffenen Sockel gesetzt wurde. Einige Teile des Architravs an der Spitze stammen ebenfalls aus dieser Zeit.
Die Statue in der Mitte des Kirchhofs stellt den Kaiser Konstantin I. dar. Es handelt sich um ein 1937 gegossenes Bronzedenkmal nach dem Vorbild des antiken Originals aus dem 4. Jahrhundert, das in der Kirche San Giovanni in Laterano in Rom aufbewahrt wird.
Äußere
Die Gesamtstruktur der Basilika kann nur von hinten betrachtet werden, da sie von der Vorderseite durch den Portikus und das Pfarrhaus vollständig verdeckt wird. Aber auch von hinten erschweren es die Vielzahl der Sekundärstrukturen und deren Heterogenität die Gesamtstruktur zu erkennen.
Der Hauptteil der Basilika besteht im Wesentlichen aus einem quadratischen Körper mit einer großen Exedra auf jeder Seite, die die Basis des zentralen Körpers fast kreisförmig erscheinen lassen. An jeder Ecke befindet sich weiterhin ein quadratischer Turm, der den basalen Teil des Zentralkörpers fast zu zerquetschen und zusammenzuhalten scheint.
Der obere Teil des Zentralkörpers besteht stattdessen aus der großen Trommel und der Kuppel der Spätrenaissance. Die achteckige Struktur des Tambours wird durch die eckigen Pilaster unterstrichen, die auch eine Verstärkungsfunktion haben und an deren oberen Ende eine Fiale steht. Jede Seite des Tambours ist mit einem großen rechteckigen Fenster ausgestattet, das von einem abwechselnd geschwungenen oder dreieckigen Tympanon und zwei ionischen Pilastern auf jeder Seite bereichert wird. Die Kuppel gipfelt in einer hohen Laterne, die in klein die Struktur der Kuppel nachahmt.
Die vier ursprünglich gleiche Türme unterscheiden sich nun alle voneinander. Insbesondere der vordere linke Turm ist niedriger als die anderen.
Fassade
(Fig. 1) Die heutige Fassade der Basilika wurde erst 1894 nach dem zwei Jahre zuvor genehmigten Entwurf von Cesare Nava fertiggestellt. Sie wird vom großen Pronaos mit drei Bögen dominiert und ist von hohen Pilastern mit ionischen Volutenkapitellen gekennzeichnet.
Von den beiden vorderen Türmen ist der linke abgeschnitten (vermutlich weil er beim Einsturz von 1573 beschädigt wurde), während der rechte bereits in der Romanik durch das Hinzufügen einer Glockenstube mit dreibogigen Fenstern in einen Glockenturm umgewandelt wurde.
Innern
Das Innern der Basilika San Lorenzo Maggiore erscheint auf den ersten Blick kreisförmig. In Wirklichkeit ist es ein quadratischer Raum von 24 x 24 Metern mit einer großen halbkreisförmigen Exedra auf jeder Seite, die fast die gesamte Breite der Wand einnimmt, und einer diagonalen Verbindung zwischen je zwei benachbarten Exedras. Diese Verbindungen wurden von Martino Bassi hinzugefügt, damit die neue Kuppel auf einer festeren Grundlage ruhen konnte. Der ästhetische Effekt besteht darin, einen quadratischen Raum in einen unregelmäßigen achteckigen zu verwandeln. Anzumerken ist, dass innerhalb der durch die schrägen Verbindungen entstandenen Räume die kreuzförmigen Pfeiler des ursprünglichen quadratischen Grundrisses und die Türme noch gut erkennbar sind.
Die Exedras, bedeckt von halbkugelförmigen Kappen, die durch Rippen unterteilt sind, öffnen sich unten zum Chorumgang und im Obergeschoss zur Frauenempore. Ihre Wände sind auf beiden Ebenen mit großen Fenstern ausgestattet, die eine gute diffuse Beleuchtung garantieren.
Die Symmetrie zwischen den vier Exedren ist nicht vollständig: diejenigen an den Seiten beim Betreten haben im Erdgeschoss polygonale Säulen, die Bögen tragen, und im Obergeschoss kreuzförmige Säulen, die anderen beiden haben Säulen im Erdgeschoss, die einen Architrav tragen, und im Obergeschoss kleine Säulen, die Bögen tragen. Diese Asymmetrie wurde von Bassi eingeführt, um eine Vorzugsachse nach dem Diktat der Gegenreformation zu schaffen.
Cesare Bassi sind auch die originalen Gitterkapitelle der großen Säulen zu verdanken, die die Exedras tragen und die sich unmittelbar unterhalb des hervorspringenden Bruchrahmens befinden, der den gesamten Zentralkörper bis in die Exedras umläuft.
Hochaltar
Er befindet sich in einem erhöhten Bereich vor der östlichen Exedra. Im siebzehnten Jahrhundert aus polychromem Marmor gefertigt, in der Mitte des großen Retabels, zwischen zwei Säulenpaaren und in einem reichen goldenen Rahmen, beherbergt er ein Fresko einer Stillenden Jungfrau, das sich ursprünglich an der Grenzmauer der Kapelle von Sankt Sixtus befand und das verehrt wurde, weil es als wundersam galt. An der Spitze des Retabels befindet sich ein großes dreieckiges Tympanon, das wiederum von zwei Engeln überragt wird, die eine Krone halten. Zwei weitere Engel werden auf beiden Seiten des Retabels platziert. Die vier Engel werden dem Bildhauer Carlo Garavaglia aus dem 17. Jahrhundert zugeschrieben.
Chor
(Fig. 2) In einem Halbkreis hinter dem Hochaltar befindet sich der Chor in zwei Reihen aus dem 17. Jahrhundert, aus massivem Nussbaumholz nach einem Entwurf von Siro Zanelli gefertigt. In der Mitte befindet sich eine große Nische mit einer Holzstatue der Jungfrau mit Kind zwischen den Heiligen Lorenz und Aquilinus. Die Bänke sind durch Kapitell tragende Putten getrennt.
Bemerkenswert ist auch die Presbyteriumsbank rechts vom Altar. Sie ist ebenfalls aus massivem geschnitztem Holz und ist stilistisch im Einklang mit dem Chor.
Rechts vom Altar, auf der Höhe der Frauenempore, befindet sich eine kostbare Orgel, die 1884 von Pietro Bernasconi gebaut und vor kurzem restauriert wurde. Die Orgel wird von einem hölzernen Gehäuse umschlossen, das wie eine Serliana strukturiert ist und von einem dreieckigen Tympanon überragt wird, über dem sich zwei musizierende Engel befinden.

Die Wände des Zentralkörpers beherbergen weiterhin einige Grabdenkmäler und Kunstwerke:

  • Links vom Eingangsportal der Kapelle von Sankt Aquilinus befindet sich eine wertvolle Deposition eines langobardischen Meisters aus dem 13. Jahrhundert.

  • Grab der Robbiani: Es befindet sich an der rechten Wand des Südostturms, in einer Nische deren Bogen von zwei kleinen Säulen getragen wird und im oberen Teil mit einem Blumendekor und zwei Zinnen ausgestattet ist. Das Grab ist dreiteilig, mit dem Familienwappen mit drei Lilien in der Mitte.
    In der Lünette befindet sich ein Fresko, wahrscheinlich vom Ende des 14. Jahrhunderts, von erheblichem künstlerischem Wert, das in der Mitte eine mit Kind thronende Jungfrau mit den beiden Schutzpatronen zu beiden Seiten und den beiden Schutzheiligen darstellt. Wer die beiden Figuren der Robbiani-Familie sind, ist nicht mit Sicherheit bekannt. Zur Vervollständigung der Dekoration der segnende Christus und zwei Wappen im Unterbogen.

  • Begräbnisdenkmal von Giovanni del Conte: Es befindet sich an der Nordwand des hinteren linken Turms und wurde zwischen 1556 und 1558 von Vincenzo Seregni und Marco d'Agrate erbaut. Giovanni del Conte, der 1522 starb, war Ratsherr der Visconti. Die Grabstätte besteht aus einem archietektonischen Bau mit zwei seitlichen Säulen und zwei Pilastern in der Mitte, zwischen denen sich eine Nische mit einer Statue der Jungfrau mit Kind befindet. Oben auf dem Tympanon befindet sich ein verkündender Engel mit zwei Putten auf beiden Seiten.
    Der Verstorbene ist halbliegend auf einem Triklinium dargestellt.

  • An der Wand des Chorumgangs, neben dem Eingang zur Kapelle San Sisto, befindet sich ein Fresko aus dem frühen 16. Jahrhundert, das das Letzte Abendmahl in etwas grober Form wiedergibt. Das Fresko wurde bei Restaurierungen im 19. Jahrhundert wiederentdeckt.

  • Vor ihm befindet sich eine Terrakotta-Statue der Pietà aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts.

  • An der Nordwand des vorderen linken Turms befindet sich das kuriose Fresko der Pietà mit Sankt Martin und Anbieter. Es wurde Mitte des 16. Jahrhunderts hergestellt und zeichnet sich durch die gleichzeitige Präsenz von zwei Themen aus: Sankt Martin und die Pietà. Der Kunde ist unten links abgebildet.

  • An der Westfassade des rechten Eckpfeilers unten befinden sich zwei Fresken aus dem frühen 13. Jahrhundert: unter St. Helena, Mutter des Kaisers Konstantin und darüber eine Jungfrau mit Kind, genannt Jungfrau des Stuhles. Das obere Fresko wird dem Meister von San Abondio in Como zugeschrieben.

Die Seitenkapellen
Gegen den Urzeigersinn hat man, vom Eingang ausgehend:
Kapelle vom Heiligen Johannes dem Täufer: (Fig. 4) Sie ist von spätem Bau. Sie wurde ab 1567 unter Carlo Borromeo als Taufkapelle genutzt. Sie hat einen quadratischen Grundriss und ein Kuppeldach mit einer Laterne.
Der Altar beherbergt ein Altarbild aus dem 16. Jahrhundert, das die Taufe Jesu darstellt und Carlo Urbino da Crema in Zusammenarbeit mit Bernardino Campi zugeschrieben wird.
Kapelle vom Heiligen Aquilinus: (Fig. 6) Es wird vermutet, dass sie kurz nach dem Hauptteil der Basilika gebaut wurde und daß sie erst zu einem späteren Zeitpunkt, im 5. Jahrhundert, durch das Zangenatrium mit ihm in direkte Verbindung gesetzt wurde. Die glaubwürdigste Hypothese ist, dass sie als Mausoleum konzipiert wurde. Der Überlieferung nach war es Galla Placidia, die sie erbauen ließ, weshalb sie auch "Reginae-Kapelle" genannt wird.
Die erste Widmung war am Heiligen Genesius und erst im 15. Jahrhundert wurde sie dem Heiligen Aquilinus geweiht.
Die Eingangshalle besteht im Wesentlichen aus einem quadratischen Raum mit zwei großen Exedren auf beiden Seiten, über denen sich je Seite drei Fenster öffnen. Das Gewölbe ist ein Tonnengewölbe.
Man glaubt, daß Ursprünglich die Innenwände ganz oder fast vollständig mit Mosaikverzierungen in zwei Registern verkleidet waren (Fig. 7), von denen heute leider nur noch wenige Fragmente erhalten sind. Dabei handelte es sich um lebensgroße Darstellungen menschlicher Figuren in einem architektonischen Rahmen auf zwei Ebenen. Im oberen waren die Apostel dargestellt, im unteren vermuten einige Gelehrte die Patriarchen Israels, andere Propheten.
Äußerlich besteht die Kapelle Sant'Aquilino aus einer achteckigen Struktur aus unverputztem Mauerwerk, die auf drei Ebenen aufgeteilt ist: die untere entspricht der Höhe der Nischen im Inneren, die mittlere der Frauenempore, die sich um die Kapelle zieht, die dritte der darüber liegende Kuppel, oder besser ihrem Tiburium.
Die Einfassung der Eingangstür zur Kapelle besteht aus Platten aus Carrara-Marmor, recyceltem Material aus einem römischen Gebäude wahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts. Die Platten sind mit Flachreliefs verziert, die Pflanzenmotive, Tiere, Putten, Obstkörbe darstellen. Die Dekorationen sind in drei Bänder unterteilt. Dieses Portal ist ein wertvolles Zeugnis des römischen Mailands.
Über dem Eingang befinden sich Fresken, die in den ersten Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts die ursprünglichen Mosaiken ersetzten. Insbesondere auf der linken Seite gibt es eine Kreuzigung mit Maria, die bewusstlos ist und von den Frommen Frauen unterstützt wird.
Die eigentliche Kapelle ist jetzt kahl. Die reiche Originaldekoration mit Mosaiken und kostbarem Marmor muss bereits im 16. Jahrhundert verloren gegangen sein, als die heute in den meisten Nischen sichtbaren Freskodekorationen gefertigt wurden.
Die Lünette über dem Eingang im Innern der Kapelle beherbergt eine Pietà aus dem 16. Jahrhundert, die durch einen fast schwarzen Hintergrund gekennzeichnet ist.
- Die Nische gleich rechts beim Betreten beherbergt einen Sarkophag, der der Tradition nach der von Galla Placidia sein sollte. Im Gewölbe der Nische befindet sich ein Fresko, das die reuige Maria Magdalena darstellt.
- In der Nische gleich links vom Eingang befindet sich ein weiterer Sarkophag, in dem die Überreste vom Heiligen Aquilinus aufbewahrt werden sollen. Der Grabstein über dem Sarkophag ist jedoch der von Antonio del Conte, Erzpriester der Basilika von 1340 bis 1347. Im Gewölbe befindet sich ein Fresko, das den büßenden Hieronymus in der Wüste darstellt.
- Die dritte Nische auf der rechten Seite ist diejenige, deren Mosaike am besten erhalten sind, insbesondere das des Gewölbes ist fast intakt. Es zeigt Christus, den Lehrer unter den Aposteln. Anzumerken ist, dass Jesus nach der altchristlichen Ikonographie dargestellt wird, also als bartloser junger Mann mit autoritärem Auftreten und nicht mit Bart, wie es erst ab dem Mittelalter üblich geworden ist.
- Auch in der dritten Nische links ist im Gewölbe ein Teil der ursprünglichen Mosaike erhalten, wenn auch in schlechterem Zustand. Das Mosaik zeigt eine Berglandschaft mit Hirten, Pferden und Rindern.
An der Wand der Nische befindet sich stattdessen ein Freskenzyklus aus der langobardischen Schule des späten 15. oder frühen 16. Jahrhunderts, der Passionsgeschichten darstellt.
- Die Nische gegenüber dem Eingang wurde im 16. Jahrhundert auf Geheiß von Carlo Borromeo durch eine kleine Kapelle ersetzt, die die sterblichen Überreste vom Heiligen Aquilinus Märtyrer beherbergen sollte. Die Dekoration des Gewölbes wurde ab 1570 von Gabriele Bossi und Giuseppe Galberio ausgeführt. Sie besteht aus acht Segmenten, die von Bändern mit Grotesken eingerahmt sind und die Evangelisten und die Kirchenväter darstellen. In der Mitte steht eine Kartusche mit der Widmung an den Heiligen und Symbolen des Martyriums. In den Lünetten hingegen sind Propheten und musizierende Engel abgebildet.
An der Rückwand ist der Fund des Leichnams vom Heiligen Aquilinus abgebildet, der 1560 von Carlo Urbino gemalt wurde.
Der Altar, auf dem sich die silberne Urne (aus der Barockzeit und geschützt durch ein Bergkristallreliquiar) mit den Überresten des Heiligen befindet, ist durch eine Altarvorsatz in Scagliola und Marmoreinlagen mit Spiralen gekennzeichnet.
Die Frauenempore schlängelt sich in einer Höhe von 8 Metern über den gesamten Umfang der Kapelle und ist über eine in die Dicke der Mauern eingefügte Treppe erreichbar. Ihr Dach weist noch Reste von Fresken auf, die an die ursprüngliche polychrome Marmordekoration der Wände erinnern.
Schließlich ist es möglich, den Untergrund zu betreten, um die Fundamente zu besichtigen, in denen viel wiederverwertetes Material zu erkennen ist.
Kapelle der Heiligen Familie: (Fig. 5) Sie hat ähnliche Abmessungen und Struktur wie die Kapelle von St. Johannes dem Täufer und wurde 1573 erbaut. Der Grundriss ist daher quadratisch und das Dach besteht aus einer von einer Laterne beleuchteten Kuppel.
An der rechten Wand befindet sich ein Abendmahl von Emmaus aus dem ersten Viertel des 17. Jahrhunderts. Auf der linken Seite ist ein Fasten von San Carlo, eine Kopie des 17. Jahrhunderts des Gemäldes von Daniele Crespi für die Kirche Santa Maria della Passione.
Das Altarbild, das sich in einem barocken Retabel befindet, das mit Pflanzenmotiven im Relief verziert ist, zeigt eine Heilige Familie aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts.
Cittadini Kapelle: Die Kapelle hat ihren Namen von einer reichen Mailänder Kaufmannsfamilie, die sie seit dem zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts als Patronat hatte. Ursprünglich umfasste sie einen mit Apsis versehenen Raum aus dem 11. Jahrhundert. Als er von den Cittadini eingenommen wurde, vergrößerten sie ihn auf der rechten Seite und gaben ihm einen L-förmigen Grundriss. In einem der beiden Schlusssteine ​​ist das Wappen der Familie Cittadini erkennbar (der andere zeigt eine Jungfrau mit Kind).
Die ältere Apsis (Fig. 8) war ursprünglich vollständig mit einem Freskenzyklus geschmückt, von dem die meisten Teile verloren gegangen sind. In der Apsis erkennt man eine Majestatis Domini zwischen den Symbolen der vier Evangelisten. Unter dem Bogen befinden sich Runde mit Büsten wahrscheinlich von Heiligen. Interessant ist das Velarium im unteren Teil der Wand mit Jagdszenen (man erkennt sogar einen Elefanten).
Die an der linken Wand sind dagegen Votivfresken. Man erkennet eine thronende Madonna (genannt Madonna Regina) von gutem künstlerischem Niveau, über einem älteren Johannes dem Täufer.
Oben thront ein Christus mit den Gläubigen des 14. Jahrhunderts in noch typisch gotischem Stil.
Die beiden Bilder links sind dagegen vom Jahr 1650 und zeigen eine Heimsuchung und eine Darstellung Jesu im Tempel.
An der Wand der neuen Apsis wurde ein Relieftriptychon aus dem 15. Jahrhundert angebracht, das eine Imago Pietatis zwischen den Heiligen Lorenz und Stephan darstellt.
Kapelle vom Heiligen Ippolitus: (Fig. 9) Sie wurde gleichzeitig mit dem zentralen Körper der Basilika gebaut. Ihre ursprüngliche Nutzung ist unklar: eine Kapelle für liturgische Feiern, eine Konservierungsstätte für die sterblichen Überreste von Märtyrern oder eine Grabstätte vom Bischof Aussentius und seine arianische Nachfolgern. Sicher ist jedoch, dass hier 465 Bischof Eusebius begraben wurde.
Äußerlich sieht die Kapelle wie ein achteckiger Backsteinbau aus, ohne jegliche Dekoration. Sie hat zwei sehr große Fenster an den beiden Seitenwänden beim Betreten, die dem Originalbau entsprechen, und ein schmales Monoforium aus der Romanik an der dem Eingang gegenüberliegenden Wand. Im Inneren hat sie einen griechischen Kreuzplan, bestehend aus einem zentralen quadratischen Raum, der von einer halbkugelförmigen Kuppel bedeckt ist, und vier seitlichen Räumen mit einem Tonnengewölbe. An den vier Ecken des Mittelraums stehen vier Säulen aus afrikanischem Marmor mit korinthischen Kapitellen.
Der Zugang erfolgt durch ein prächtiges schmiedeeisernes Tor mit goldenen Details.
Kapelle vom Heiligen Sixtus: Sie wurde Ende des fünften Jahrhunderts vom Bischof Lorenzo I. mit einer Widmung an Papst Sixtus II erbaut. Äußerlich ist ihre Struktur fast identisch mit der von Sant'Ippolito, mit dem Unterschied, dass sie kleiner ist und einen unabhängigen Eingang von außen besitzt.
Im Inneren ahmt sie die Struktur der Kapelle vom Heiligen Aquilinus, mit einem Wechsel von rechteckigen und halbkugelförmigen Nischen.
Das heutige Halbkugelgewölbe stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist vollständig mit einem großen Fresko von Johann Christoph Storer verziert (Fig. 10). Es wurde wahrscheinlich Mitte des 17. Jahrhunderts gemalt und zeigt die Herrlichkeit vom Heiligen Sixtus zusammen mit Christus.
Taufkapelle: Der Zugang erfolgt durch einen Vorraum, der sich rechts von der Kapelle der Heiligen Familie öffnet und zur Sakristei führt. Sie beherbergt ein kostbares barockes Taufbecken aus polychromem Marmor, vergoldeter Bronze und Stuck. Das Gewölbe ist mit einem Fresko aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts geschmückt, das den Triumph des eucharistischen Glaubens darstellt und Pietro Maggi zugeschrieben wird. Normalerweise kann die Taufkapelle nicht besichtigt werden.
Sakristei: Sie wurde 1713 von Francesco Croce als Erlösungskapelle erbaut. Sie hat eine elliptische Form, mit acht Fenstern. Das Gewölbe ist mit einem Fresko der Krönung der Jungfrau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verziert. Sie beherbergt verschiedene Gemälde unterschiedlichen Alters und Qualität. Auch sie ist normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

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Kategorie: Kirchen / Religiöse Gebäude Römisches Mailand

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