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Kirche von Sant'Alessandro in Zebedia

Foto Kirche von Sant'Alessandro in Zebedia -  Kirchen / Religiöse Gebäude
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Mailand - Kirchen / Religiöse Gebäude: Kirche von Sant'Alessandro in ZebediaWichtigste vertretene Stile: Barock - Rococò

Die Kirche von Sant'Alessandro in Zebedia befindet sich in einem zentralen Platz hinter Missori Platz, in vollem Zentrum, aber in der Mitte von Nebenstraßen, so dass sie leicht zu übersehen ist.

Geschichte
Ihr Bau, auf Projekt von dem Barnabiten Lorenzo Binago, begann 1602 mit der Grundsteinlegung durch den Erzbischofs Federico Borromeo. Die Kirche von Sant'Alessandro in Zebedia wurde zusammen mit dem angrenzenden Kloster und dem Internat der Banabiter errichtet. Sie trat an die Stelle von zwei kleinen älteren Gebäuden, der Kirche von St. Alexander (die wahrscheinlich auf einem Teil des heutigen Chor stand, wie die Tatsache zeigt, dass ein Fragment eines fünfzehnten Jahrhunderts Fresko der alten Kirche im Chor der neuen Kirche eingebaut wurde, gemauert über der linken Tür des Chors) und das Oratorium von San Pancrazio, in einem Gebiet, wo in der Vergangenheit das römische Gefängnissen Zebedia gestanden hatte, wo der Überlieferung nach der Märtyrer eingesperrt gewesen war.
Um 1630 war ein großer Teil des Komplexes beendet und die Kirche wurde daher in jenem Jahr für die Gottesdienste geöffnet (obwohl der obere Teil der Fassade und der Chor noch fehlten, und obwohl ein vorläufiges Dach anstelle der ersten Kuppel stand, die 1626 zusammengebrochen war).

Im Jahr 1629 war inzwischen Binago gestorben, ersetzt durch Francesco Maria Richino, der seinerseits 1658 für zwei Jahre durch seinen Sohn ersetzt wurde. Es war dann Giuseppe Quadrio, der die Arbeit übernahm. Ihm verdankt man die Krypta und die neue Kuppel, die erst 1693 nach einer Konsolidierung der Fundamente erbaut wurde. Schließlich, im Jahre 1704, wurde die Arbeit vom Barnabit Marcello Zucca übernommen, der den oberen Teil der Fassade, den linken Glockenturm (praktisch eine Kopie des rechten) und schließlich, 1717, die Treppe vor der Kirche errichtete.
1798 wurde den Barnabites die Leitung des Internats und 1810 auch die der Pfarrei weggenommen. Sie konnten jedoch 1823 zurückkehren.
Es ist bemerkenswert, dass sich das ursprüngliche Projekt vom Binago in vielen wichtigen Details von dem, was tatsächlich realisiert wurde, unterschied. Insbesondere sollte die Fassade verhältnismäßig höher sein, mit einem schmaleren oberen Teil, durch Voluten mit dem unteren Teil verbunden und von einem großen Tympanon gekrönt, das heißt sehr ähnlich zu der der Kirche Jesu in Rom.

Struktur
Der Plan von der Kirche von Sant'Alessandro ist eigenartig. Wenn man nur den Hauptkörper betrachtet, ist es in der Tat ein zentrales Plan. Wenn man stattdessen alle ihre dem Publikum sichtbaren Räume betrachtet, dann ist es ein umgekehrtes lateinisches Kreuz, mit dem langen Arm des vertikalen Teils des Kreuzes durch die Hälfte des Schiffes, die in Richtung des Presbyteriums geht, und das Presbyterium selber (inklusiv Chor) dargestellt. Die Schiffe sind drei, ein Haupt- und zwei Nebenschiffe. In der Mitte befindet sich die zentrale Spannweite, die wesentlich größer als die anderen ist und die von vier großen Pfeilern begrenzt wird, die die große Hauptkuppel auf einer hohen Trommel tragen.
Auf jeder Seite gibt es drei Kapellen (mit den zentralen größer). Darüber hinaus gibt es zwei weitere Kapellen am Ende der Seitenschiffe, an den Seiten des Presbyteriums. Durch sie gelangt man in die Sakristei und das Oratorium der Unbefleckten Jungfrau (Winterkapelle), die rechts bzw. links vom Presbyterium stehen. Neben der zentralen Kuppel gibt ed sieben weitere kleinere Kuppeln: eine über dem Presbyterium, vier an den vier Ecken des Hauptkörpers und zwei in den Kapellen am Ende der Seitenschiffe.

Die Anwesenheit so vieler Kuppeln und vor allem der vier zentralen Säulen und von der großen Orgel vor der zweiten Kapelle rechts (die zweite Orgel der Kirche, die erste ist die in der Gegenfassade), die den Blick brechen, machen es schwierig, die wirklichen Dimensionen der Räume durch den Besucher wahrzunehmen, der bereits von der Fülle malerischer Dekorationen abgelenkt ist und nicht von der mangelhaften inneren Helligkeit des Gebäudes geholfen wird. Auf diese Weise wird die Kirche fast zu einem Labyrinth von Farben, das größer aussieht, als es wirklich ist.

Die Fassade hat zwei stilistisch unterschiedliche Teile. Auf der einen Seite der untere, ältere, der bereits 1623 fertiggestellt wurde und durch ernste und strenge Linien gekennzeichnet ist. Auf der anderen, der obere, im ersten Jahrzehnt vom achtzehnten Jahrhundert gemäß dem Plan des Barnabit Marcello Zucca gebaut und ein Beispiel des ersten Mailänder Rokoko. Er zeichnet sich durch bewegte Formen und geschwungene Linien aus. Die Unterteilung des unteren Teils wird fortgesetzt, aber sie wird sehr frei interpretiert.
Leider haben Eingriffen des 19. Jahrhunderts den oberen Teil der Fassade stark verändert.
Während der untere unversehrt ist, und noch die zwei Statuen der Heiligen Paulus und Petrus auf beiden Seiten des Eingangs zu finden sind, sowie das Relief oberhalb des zentralen Tores mit der Vision vom Heiligen Alexander der zukünftigen Kirche, sind die großen Statuen des Glaubens und der Hoffnung, ursprünglich an den Seiten des Balkons, und die vom Heiligen Alexander an der Spitze der Fassade verlorengegangen. Allerdings gibt es noch sieben Statuen von Engeln von kleineren Dimensionen.
Die Fassade wird auf beiden Seiten von zwei symmetrischen und fast identischen Glockentürmen flankiert, die aber, wie erwähnt, zu verschiedenen Zeiten erbaut wurden (der rechte stammt aus dem Jahr 1643, der linke aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts).

Das Innenrn der Kirche von Sant'Alessandro in Zebedia ist überreich an Dekorationen im Barock- und Rokokostil, das Ergebnis eines echten Wettbewerbs zwischen Privatpersonen und Familien, den größten Beitrag zur Verschönerung der Kirche zu leisten. Praktisch ist die gesamte Innenfläche mit Fresken, Stuckaturen, Vergoldungen und Flachreliefs besetzt. Die Anordnung und der Inhalt der Bilddekorationen spiegeln jedoch ein Gesamtkonzept wider, das auf dem Buch Der Stift Interpreter des Denkens des gelehrten Barnabit Demetrio Suppensi basiert.
Der dekorative Apparat der Kirche kann daher in Chor-, Presbyterium- und Kirchenschiffbereich unterteilt werden. Die Dekoration dieser Teile erfolgte in der Zeit von 1683 bis 1699 durch bedeutende lombardische Maler jener Zeit. Dazu kommen die Kapellen, die Sakristei und die verschiedenen Einrichtungsgegenstände.

Der große Chor mit halbkreisförmigem Plan und mit durch große ionisch-korinthische Pilaster geteilten Wänden, ist dem Thema des Martyriums des Heiligen Alexander gewidmet. An den Wänden sind Episoden aus dem Leben des Heiligen dargestellt, die in direkter Beziehung zum Martyrium stehen. Jede Szene wird in einem reichen gemalten Rahmen dargestellt, der Dreidimensionalität simuliert. Bemerkenswert ist, dass die Farben eher dumpf und wenig kontrastiert sind. Dies har zur Folge, zusammen mit der geringen Beleuchtung der Apsis, dass die Fresken eine sorgfältige Beobachtung erfordern, um bewundert zu werden.
Noch weniger erkennbar (in der Praxis unerkennbar, wenn nicht auf Fotos oder mit einem Fernglas) sind die nicht minder reichen Dekorationen des oberen Teils, der durch einen großen Rahmen vom unteren Teil getrennt ist. In den Lünetten befinden sich an den Seiten der Fenster Darstellungen von Helden des Alten Testaments. Jedes Segel zeigt dann Darstellungen vom Trompe-l'œil-Typ, während die Rippen mit Engeln geschmückt sind, die allegorische Darstellungen der verschiedenen Künste unterstützen. An der Verbindungsstelle der Rippen eine Runde mit der Allegorie des Glaubens. Auf dem (kleinen) Gewölbe des Chores, schließlich, eine Pracht von Engeln.
Die Dekoration der Apsis wurde zwischen 1683 und 1686 von einem Team bestehend aus Filippo Abbiati, Federico Bianchi, Giovanni Battista Grandi und anderen gefertigt.

Das Presbyterium ist stattdessen dem Leben des Heiligen Alexander gewidmet, mit Episoden aus seinem Leben. Sechs Leinwände (von Agostino Santagostini aus dem Jahr 1695) zeigen sechs davon, zwei größere an den Wänden an den Seiten des Altars, mit reichen Freskengesimsen, und vier kleinere daneben.
Der Ruhm von St. Alexander ist auf der Kuppel dargestellt. Es gibt dann verschiedene kleinere Dekorationen, wie die biblischen Helden in den Seiten der Fenster, die Allegorien der Tugenden auf den unteren Flächen der vier Bögen, die die Kuppel umgeben, etc...
Auch bei der Ausschmückung des Presbyteriums spielte das Abbiati-Bianchi-Grandi-Team eine wichtige Rolle.

Die große zentrale Kuppel (Fig. 5) vervollständigt den mit dem Heiligen Alexander verbundenen dekorativen Zyklus, durch eine auf der Kalotte dargestellte Allegorie des Paradieses. Die Darstellung verläuft in konzentrischen Kreisen, wobei das Licht der Laterne die göttliche Einheit symbolisiert. Nach außen folgen dann der Vater und der Sohn, im Licht des Heiligen Geistes vereint, Maria und die Familie Christi, die Aposteln, Päpste und Bischöfe, und schließlich die zu einem religiösen Leben übergegangenen Fürsten. Alles mit vielen Engeln gewürzt.
Die Dekoration mit Figuren über konzentrische Kreise verteilt erinnert an die Kuppel des Heiligtums der Jungfrau der Wunder in Saronno und an die Apsis der Foppa Kapelle in Basilika von San Marco in Mailand. Hier sind aber die Farben entschieden dumpfer. Vielleicht um die historisch, anstatt theologische, Einstellung der Verteilung der Figuren zu unterstreichen?
Die Dekoration der Kuppel wird durch die auf den Zwickeln (Allegorien der vier Tugenden umgeben von Engeln), auf der Trommel (vier Episoden des Alten und Neuen Testaments) und auf den unteren Seiten der Bögen ergänzt.
Im Fall der Dekoration der Kuppel ist das allgemeine Projekt von den bereits genannten Abbiati und Bianchi. An der Realisierung beteiligten sich jedoch verschiedene andere Künstler.
Es gibt dann noch die Dekorationen auf den restlichen Teile der Decke. Insbesondere sind die Dekorationen der sekundären Kuppeln und und der vier Gewölben um die Hauptkuppel verschiedenen nach Kategorien gruppierten Persönlichkeiten gewidmet: südlicher Bogen der Patriarchen, westlicher Bogen den Doktoren der Kirche, die Kuppel den heiligen Büßer, Kuppel der jungfräulichen Heiligen, etc...

Nicht weniger überraschend als die malerische Dekoration ist die Einrichtung der Kirche, insbesondere der Hochaltar, die Beichtstühle, die Kanzel und das Chorgestühl.

Der Hauptaltar wurde im Jahr 1741 nur gebaut, entworfen von Giovanni Battista Riccardi und geschmückt mit zahlreichen großen Halbedelsteinen und seltenen Marmoren, gestiftet vom Barnabit Francesco P. Modrone und aus den ausländischen Missionen in Burma und in Südvietnam kommend.
Er steht im Zentrum des Presbyteriums, auf einem sehr schönen Scagliolafußboden mit an den vorderen Ecken das Emblem des Barnabiten Ordens.
Der Altar ist unglaublich reich an Dekorationen und wertvollen Details. Bemerkenswert das zentrale Bronzeantependium, auf dem die Heilige Grata den Heiligen Alexander begrabt, und die zwei kleine Landschaften mit Intarsien aus Marmor an den Seiten des Tisches eingebettet. Im Jahr 1887 erlitt der Altar einen neobarocken Eingriff, der zum Teil das ursprünglichen Stil verzerrte (obwohl das Endergebnis immer noch von sehr hohem Niveau ist).
Sehr bemerkenswert ist auch die Kanzel, die am nordöstlichen Pfeiler steht. Sie umfasst eine geschwollen Säule als Basis, den mit Kerzenleuchter ausgestatteten Körper, den Hntergrund und das Dächlein. Alles aus vielfarbigen Marmorsteinen und großen Mengen Halbedelsteinen. Viele Details sind nicht mehr original, aber insgesamt ist die barocke Struktur erhalten geblieben.

Erwähnenswert sind dann auch die Beichtstühle, insbesondere die beiden, die dem Presbyterium zugewandt sind. Die in Wandnischen eingebauten Beichtstühle sind in zwei Gruppen geteilt: auf der einen Seite die hölzernen, die jünger (vom Ende des 17. Jahrhunderts) und gewöhnlicher sind, wenn auch offensichtlich von großem Wert. Auf der anderen Seite, die beiden zum Presbyterium zugewandten Beichtstühle, die älter sind (vermutlich um 1630), aus Marmor und Halbedelsteinen, ganz anders als die üblichen, gebaut sind und durch eine Kombination von geometrischer Strenge und dekorativen Phantasie gekennzeichnet sind. Von diesen stellt sich heraus, dass der eine auf der rechten Seite der Original ist, während der auf der linken Seite eine spätere Kopie ist, die nicht ganz dem Modell entspricht.
Sehr eng mit den jüngeren hölzernen Beichtstuhlen verwandt ist der Walnusschor, der 1682 fertiggestellt wurde. In ihm sind die verschiedenen Sitze durch gewundene Säulen getrennt, während die Rückenlehnen mit geometrisch-floralen Motiven verziert sind.

Die Kapellen
Alle Kapellen sind sehr geschmückt und es ist daher unmöglich, sie im Detail zu beschreiben. Während die Marmorbalustraden vor ihnen originell sind, wurden die Gitterwerke, die sie verschließen, erst im neunzehnten Jahrhundert hinzugefühgt.

  • Taufkapelle: Sie wurde aus einer inneren Nische gewonnen, die auf der Außenseite der Nische mit der Statue des Heiligen Petrus entspricht. Im Gegensatz zu den anderen Kapellen, die auf beiden Seiten perfekt symmetrisch sind, befindet sie sich in einer asymmetrischen Position. Sie ist mit Rokoko-Stil Trompe-l'œil Fresken aus dem Jahr 1695 dekoriert, die Episoden des Alten und Neuen Testaments im Zusammenhang mit dem Thema der Taufe darstellen.

  • Erste Kapelle links (Kapelle des Kruzifixes): Sie wurde 1623 in der Originalfassung fertiggestellt. Sie enthält Elemente aus dem 17. Jahrhundert (Balustrade, Altar mit Altarbild und Statuen, Stuckrahmen). Aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt stattdessen der von Federico Ferreri realisierte Bildzyklus Geschichten von Christus, der die Darstellungen an den Wänden, am Gewölbe, an der Lünette und an der Innenseite des Zugangsbogens umfasst.
    Das Altarbild wird Camillo Procaccini zugeschrieben. An den Seiten davon gibt es zwei Statuen von Engeln mit den Instrumenten der Leidenschaft.

  • Zweite Kapelle links: Sie gehört zu den zwei zentralen Kapellen, die größer als die anderen sind. Zur Zeit ist sie der Jungfrau der Schmerzen gewidmet, zuvor war sie der Muttergottes von Loreto und dann Unserer Lieben Frau von der göttlichen Vorsehung gewidmet. Der Altar ist beeindruckend und komplex, in Marmor verschiedener Farben gebaut, mit Teilen aus Holz und Bronze. In zwei Nischen befinden sich die Statuen von David (links) und Salomon (rechts). Unter den vielen Fresken auch eins das den Transport des heiligen Hauses von Maria von Palästina nach Rijeka darstellt. An den Wänden sind vier Gemälde zu sehen, die Episoden aus dem täglichen Leben Marias gewidmet sind. Die Autoren der Bilddekorationen sind nicht mit Sicherheit bekannt.

  • Dritte Kapelle links: Sie ist Johannes dem Täufer gewidmet und wurde 1618 dank der Schirmherrschaft der Familie Sacchi eingeweiht. Relativ nüchtern, sie beherbergt einen Altar, der mit einem Tympanon mit Seraphenkopf und einem Altarbild mit Thema Enthauptung Johannes des Täufers, das traditionell Daniele Crespi zugeschrieben wird, versehen ist. Daneben stehen Statuen des Propheten Elias und des Evangelisten Johannes, ein Ankündiger der eine und ein Homonym des Widmungsträgers der andere. Die beiden Leinwände an den Seitenwänden sind Kopien, die Francesco Belloni im Jahr 1622 von zwei Fresken von Gaudenzio Ferrari in der Kirche San Cristoforo in Vercelli fertigte.

  • Vierte Kapelle links: Die beiden Kapellen am Ende der Seitenschiffe unterscheiden sich von den anderen dadurch, dass sie bis zum Presbyterium reichen. Dies bedeutet, dass sie länger als breit sind und dass sich der Eingang sozusagen auf der Seite befindet. Außerdem sind sie beide Durchgänge, denn durch sie gelangt man zur Kapelle der Unbefleckten (linke Kapelle) und zur Sakristei (rechte Kapelle).
    Ursprünglich war die Kapelle dem Allerheiligsten und San Carlo gewidmet. Im Jahr 1850 ging die Widmung an den Barnabit Bischof Sant'Alessandro Sauli. Gleichzeitig mit dem Wechsel der Hingabe wurde der Bildschmuck vollständig erneuert. Insgesamt stehen die neunen Dekoration gut im Einklang mit der übrigen barocken Ausschmückung der Kirche (man merkt nur, dass die verwendeten Farben heller und stärker sind), und erst bei genauerer Betrachtung der Fresken werden die stilistischen Unterschiede sichtbar. Die Fresken zeigen Episoden und Figuren aus dem Leben des Heiligen. Insbesondere ist an der linken Wand der zweiten Spannweite der Heilige dargestellt, der sich demütig vor San Carlo kniet.
    Der Altar wird vom Altarbild von Cherubino Cornienti beherrscht, das eine Jungfrau mit Kind und den Heiligen Paulus, Carlo Borromeo und Alessandro Sauli darstellt.

  • Erste Kapelle rechts: Sie ist dem Heiligen Pancratius gewidmet und erhebt sich wahrscheinlich dort, wo ursprünglich das Oratorium von San Pancrazio stand. Über dem Scagliola-Altar befindet sich ein großes Altarbild von Giovanni Battista Orsona, einem Schüler von Camillo Procaccini, das das Martyrium von Heiligen Pancratius darstellt. An den Seitenwänden zwei schöne Gemälde von Carlo Cornara, auch sie dem Heiligen Pancratius gewidmet.
    Während diese Elemente aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammen, stammen der Trompe-l'œil Hintegrund des Altars und die Fresken des Gewölbes aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

  • Zweite Kapelle rechts: Sie ist dem Heiligen Josef gewidmet und wurde erst 1688 fertiggestellt. Sie ist symmetrisch zur zweiten Kapellen auf der linken Seite, nicht nur in der Größe, sondern auch in der allgemeinen Struktur. Der große Altar auf zwei Ordnungen aus buntem Marmor beherbergt ein Altarbild von Agostino Santagostino aus dem Jahr 1677 mit Thema "Die göttliche Dreifaltigkeit erscheint der menschlichen", das heisst die Erscheinung der Dreieinigkeit an Jesus, der den heiligen Johannes in der Gegenwart Marias, Joseph und Anna umarmt, in der Herrlichkeit der Engeln. An den Seiten davon zwei Statuen: die Allegorie der Liebe Gottes rechts und die der Furcht Gottes links. In der Kapelle befinden sich weiterhin Darstellungen, die an den heiligen Joseph in einem historischen oder symbolischen Sinn erinnern.

  • Dritte Kapelle rechts: 1669 fertiggestellt und der Jungfrau Maria gewidmet, sie wurde unter der Schirmherrschaft der Familie Cittadini errichtet.
    Der Altar, aus gemischten Maromeren, enthält im gewölbten Tympanon den üblichen Cherubkopf. Das Altarbild von Camillo Procaccini zeigt die Mariä Himmelfahrt. Es zeichnet sich durch die Aufteilung in zwei Szenen aus, die sich durch die unterschiedlichen verwendete Proportionen erkennbar sind. Im oberen Teil die Jungfrau, die von Engeln umgeben ist, unten, in einem viel kleineren Maßstab dargestellt, die Aposteln am Grab.
    Beachtenswert die Entsprechung zwischen den Monochrom-Sibyllen am Eingangsbogen (ab der Renaissance wurden die Sibyllen als heidnische Propheten Christi dargestellt) und den Propheten Jesaja und Hesekiel auf der Lünette. Auf den seitlichen Gemälden und in den Fresken sind dann biblische Heldinnen als Vorläufer der Jungfrau dargestellt. Der Zyklus wird Agostino und Giacinto Santagostino zugeschrieben.

  • Vierte Kapelle rechts: Sie ist der Geburt Christi gewidmet (nachdem sie für einige Zeit dem Heiligen Herzen gewidmet gewesen war). Ihr Aufbau ist symmetrisch zu dem der vierten links, in diesem Fall, aber, die Kapelle durchquerend, erreichet man die Sakristei.
    Die Kapelle wurde 1613 eingeweiht.
    Der prächtige Altar wird von dem schönen Altarbild von Camillo Procaccini Anbetung der Hirten aus dem Jahr 1615 beherrscht. An den Seiten befinden sich die Statuen der Evangelisten Matthäus (rechts) und Johannes (links). An der Wand links vom Altar befindet sich ein Fresko von Ercole Procaccini dem Jüngeren mit dem Thema Anbetung der Könige. Die Ähnlichkeit mit den Fresken des gleichen Autors in der Kirche der Heiligen Peter und Paul zu den drei Ronchetti ist offensichtlich.
    Die Kuppel ist von Engeln bestezt, während in den Zwickeln vier Sibyllen dargestellt sind. Die Kapelle beherbergt auch Fresken von Moncalvo und von den Fiamminghini.


Oratorium der Unbefleckten oder Winterkapelle
Auf der linken Seite des Presbyteriums, es ist es durch die vierte Kapelle auf der linken Seite zugänglich.
Es besteht aus einem rechteckigen langgestreckten Saal mit einem Altar aus polychromem Marmor aus dem 18. Jahrhundert auf einem Trompe-l'œil-Hintergrund. Letzteres beinhaltet auch die Darstellung von zwei Statuen von Asafa (links) und Salomon (rechts) an den Seiten in gemalten Nischen. Beide halten Schriftrollen mit alttestamentarischen Versen, die als marianische Vorzeichen gelesen werden.
Das Altarbild ist der Unbefleckten Jungfrau gewidmet, die dargestellt ist, während sie das Kind Jesus beim Durchstechen eines Drachen mit einem Kreuz-Speer schaut.
In der Mitte der Decke, dann, eine Krönung der Jungfrau aus dem achtzehnten Jahrhundert.

Sakristei
Die Sakristei war lange Zeit der einzige Teil, der zur Anbetung geöffnet war, bereits während des Kirchenbaus. Sie ist daher sehr reich und ihrerseits wie eine kleine Kirche strukturiert, mit einer rechteckigen Halle und einem quadratischen Presbyterium an der hinteren Wand.
Der obere Teil ist mit Fresken geschmückt, während der untere Teil von geschnitzten Holzschränken aus dem späten siebzehnten Jahrhundert besetzt ist, im Stil mit dem Chorgestühl und den hölzernen Beichtstühlen. Sie zeichnen sich durch das Gleichgewicht zwischen der dekorativen Fülle und der geometrischen Strenge der Strukturen aus.
Die Bildverzierungen an den Wänden haben die Kindheit Jesu als Thema, mit Darstellungen der Episoden, die die erste Phase seines Lebens prägten. Als Abschluss die große Anbetung der Könige auf der Gegenfassade.
Die Lünetten sind stattdessen Figuren und Episoden des Alten Testaments gewidmet.
Das hohe und enge Presbyterium wird vom Altar mit einem großen Altarbild von Bernardino Campi dominiert, das in einem reich verzierten Rahmen Mariä Himmelfahrt mit dem Opfer Isaaks an der Wand des Grabes Mariens darstellt. Seltsamerweise gibt es eine Uhr in der Lünette.
Die Malereien der Sakristei sind Werke verschiedener Künstler: Moncalvo, Fiamminighini, Daniele Crespi und andere.

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Kategorie: Kirchen / Religiöse Gebäude

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