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Soncino (Cremona): Kirche von Santa Maria delle Grazie

Foto Kirche von Santa Maria delle Grazie
Foto Kirche von Santa Maria delle Grazie
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Foto Kirche von Santa Maria delle Grazie
Foto Kirche von Santa Maria delle Grazie
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Plätze  von historischem Wert  von künstlerischem Wert in der Nähe (Italien): Kirche von Santa Maria delle GrazieDie Kirche von Santa Maria delle Grazie in Soncino ist ein wahres Juwel der Renaissance Kunst, das hinter einer nüchternen und strengen Fassade ein fast vollkommen mit herrlichen Fresken bedecktes Innern verbirgt.
Die Kirche befindet sich am Rande des Dorfes, entlang der alten Straße nach Cremona.
Sie wurde von Karmeliter ab 1501 gebaut, zusammen mit einem benachbarten Kloster, anstelle einer bereits bestehenden mittelalterlichen Kirche, die in den Neubau integriert wurde.
Das Projekt stammt wahrscheinlich von Antonio Maestri, auch Prior des Klosters von Soncino und sicherlich auch Superintendent der Arbeiten.
Die Kirche wurde 1528 in Anwesenheit von Francesco Sforza geweiht, der die Dekoration des Innern finanziert hatte.
Der Glockenturm wurde bereits in den Jahren 1515-1516 gebaut.
Die Kirche wurde von den Marquise Stampa, die die Stelle der Familie Sforza übernommen hatten, als Familienpantheon adoptiert. Im Jahr 1536 machte Karl V, , Massimiliano Stampa gerade in dieser Kirche zum Markgraf von Soncino.
Im Jahr 1772 wurde das Kloster unterdrückt und seine Ländereien von der Regierung versteigert, während die Möbeln und Einrichtungsgegenstände der Kirche vom zuständigen Bischof für die Kirche versteigert wurden. Unter ihnen befand sich auch ein Altarbild von Giulio Campi, jetzt in Brera.

Das Äußere der Kirche ist in Sichtmauerwerk. Die Fassade, die von zwei Pilastern in drei Teile geteilt wird, ist sehr nüchtern und essentiell. Die einzigen Dekorationen sind das imposante bramanteartige Portal, das aus weißem Marmor von Rezzato (Botticino-Marmor) gebaut ist und eine mit Terrakottafliesen umrahmte Fensterrose.
In der Vergangenheit gab es auch zwei Fresken, die San Cristoforo und Sant'Antonio über Triptychen aus dem 15. Jahrhundert darstellten. Leider ist von ihnen nur wenig übrig geblieben.
Die Kirche hat einen rechteckigen Grundriss und einen einzigen Raum ohne Querschiff. Der von zwei Pilastern in drei Teile unterteilt Schiff besitzt eine hohe Tonnengewölbedecke und fünf Kapellen auf jeder Seite, die alle gleich groß sind.
Der Innenraum erhält Licht durch fünf runde Fenster auf jeder Seite, die sich in den Lünetten befinden, sowie durch die Fensterrose in der Fassade.
Beachtenswert sind die Terrakotta-Friesen mit Pflanzenelementen, die sich zwischen den Seitenwänden und der Decke des Kirchenschiffs und zwischen den Wänden der Kapellen und ihren Gewölben sowie an den Rändern dieser letzten erstrecken. Sie wurden vom lokalen Plastiker G. Antonio Pezzoni gemacht.

Die Innenflächen sind fast vollständig von herrlichen Fresken bedeckt. Sie sind die Werke von G. Francesco Scanzi, Giulio Campi und Francesco und Bernardino Carminati:

  • Die Gegenfassade ist im unteren Teil von einem spektakulären Fresko des Jüngsten Gerichts besetzt. Im oberen Teil dagegen befinden sich auf den Seiten der Fensterrose St. Peter und St. Paul, während darüber Gottvater dargestellt ist.
    Alle Darstellungen sind sehr lebendig, sowohl in den Farben als auch in den Details: die verschiedenen Figuren sind alle mit einem eigenen Aussehen und einer eigenen Mimik dargestellt, Jesus Christus hat beiden Arme erhoben, in einer Haltung, die die Dramatik des Augenblicks betont, während die Wolken des Himmels ähnlich wie der Schaum der Wellen eines stürmischen Meers aussehen. Beachtenswert ist das schreckliche Monster in der unteren rechten Ecke, in dessen offenem Rachen die Verdammten enden!
    Im oberen Teil dagegen sind die Heiligen Petrus und Paulus vor einem Hintergrund einer idyllischen Landschaft dargestellt, in der sich Dörfer, Felder und Wälder abwechseln.
    Die Fresken in der Gegenfassade stammen von den Brüdern Carminati.

  • Werk der Brüder Carminati ist auch die prächtige Dekoration des Gewölbes, das in fünf Abschnitten unterteilt ist, die den fünf Kirchenspannweiten entsprechen.
    Jeder Abschintt enthält fünf Runde, die Charakteren darstellen, die mit einem bestimmten Thema zu tun haben.
    Die Runde sind von Pflanzen-Dekorationen umgeben, während die Bänder, die die verschiedenen Abschnitten voneinander trennen, mit Grotesken dekoriert sind.

  • Auch die Darstellungen von Propheten in den Lünetten, die die runde Fenster der Wände beherbergen, sind Werke der Brüder Carminati.

  • Die erste, vierte und fünfte Kapelle auf der linken Seite und die Kapellen auf der rechten Seite wurden von Francesco Scanzi bemalt. Unter den dargestellten Subjekten die Jungfrau mit Kind, die Flucht nach Ägypten, die Verkündigung, die Erscheinung von Jesus an Maria Magdalena und Heilige. Die dritte Kapelle auf der linken Seite wurde dagegen von Vincenzo Berlenghi, Schüler und Helfer vom Scanzi, bemalt.

  • Das Presbyterium hat ein Kreuzgewölbe, in dessen Segeln Giulio Campi die Evangelisten darstellte (Abb. 4). Auch in diesem Fall sind die Trennstreifen mit Grotesken dekoriert.

  • Werk von Giulio Campi ist auch das große Fresko auf dem Triumphbogen, das die Jungfrau in Herrlichkeit umgeben von Musikerngeln darstellt.
    Obwohl chromatisch das Fresko in perfekter Harmonie mit dem auf der Gegenfassade steht, wenn man besser hinschaut, erkennt man, dass in diesem das Drama von Freude und Gelassenheit ersetzt wird, mit pummeligen Engeln in spielerischer Haltung.

  • In der Apsis, schließlich, mit polygonalem Grundriss und halbkreisförmigem Gewölbe und die durch Rippen in Segmenten unterteilt, befinden sich Runde mit Büsten von Karmelitern.
    Sie kamen wieder ans Licht, als Fresken, die Propheten und karmelitanische Heilige darstellten, abgerissen wurden.

Insgesamt sind die Dekorationen in der Kirche von Santa Maria delle Grazie in Soncino von sehr hohem Niveau, und sie haben, nach Meinung des Verfassers, nichts den berühmteren und ca. gleichaltrigen Kirche von San Maurizio am Monastero Maggiore in Mailand und Kirche von San Vittore in Meda zu beneiden. Die Kirche von Santa Maria delle Grazie ist in der Tat sogar in mancher Hinsicht noch gelungener, weil die elegante Lösung der Decke mit pflanzliche Dekorationen auf einem hellblauen fast weißem Hintergrund ein Gefühl von Leichtigkeit vermittelt, das in den anderen zwei, mit einer Decke mit Grotesken auf dunklem Hintergrund dekoriert, fehlt.

Siehe auch:
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Kategorien: Places von historischem Wert von künstlerischem Wert


Via Francesco Galantino, 26029 Soncino CR
Foto aggiuntive della Chiesa di Santa Maria delle Grazie nella sezione Fotografia
Soncino (Cremona): Interior of the Church of Santa Maria delle Grazie
Soncino (Cremona): Ceiling of the Church of Santa Maria delle Grazie
Soncino (Cremona): Counterfacade of the Church of Santa Maria delle Grazie
Soncino (Cremona): Detail of the ceiling of the Church of Santa Maria delle Grazie
Soncino (Cremona): Presbytery and great arch in the Church of Santa Maria delle Grazie
Soncino (Cremona): Ceiling of the presbytery of the Church of Santa Maria delle Grazie
Soncino (Cremona): Nave of the Church of Santa Maria delle Grazie
Soncino (Cremona): Upper part of the great arch in the Church of Santa Maria delle Grazie
Soncino (Cremona): Bottom of the Interior of the Church of Santa Maria delle Grazie
Soncino (Cremona): Chapel of the Saints John the Baptist and Evangelist in the Church of Santa Maria delle Grazie
Soncino (Cremona): Chapel of the Magdalene in the Church of Santa Maria delle Grazie