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Romano di Lombardia (Bergamo): Romano di Lombardia

Foto Romano di Lombardia
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Zeige andere Plätze um Mailand eines Besuches wert:
Plätze  von historischem Wert  von künstlerischem Wert in der Nähe (Italien): Romano di LombardiaRomano di Lombardia steht im Gebiet des alten Meeres (oder Sees) Gerundo, einem großen Brackwasserkörper, der in der Vorgeschichte ein Gebiet der Poebene zwischen den Flüssen Adda und Serio einnahm.
Romano di Lombardia ist nur etwa zwanzig Kilometer von (http://www.milanofotografo.it/germanSvagoCulturaDetailsIntornoAMilano.aspx?ID=105'> Soncino) entfernt, aber anders als dieser ist Romano di Lombardia non nicht ein berühmtes Reiseziel geworden, obwohl sie auch reich an Kunst- und Geschichtsschätzen ist.

GESCHICHTE
Die Stadt ist sehr alt, da ihre Ursprünge in die römische Zeiten zurückgehen. Bezüglich der Herkunft ihres Namens gibt es zwei Theorien. Eine besagt, dass der Name Romano von der römischen Herkunft stammt. Die andrere besagt, dass er er vom vorrömischen Begriff Rumanus stammt, der indogermanischen Ursprungs ist und auf ein Dorf in der Nähe von Wasserläufen hinweist.

Es muss gesagt werden, dass das heutige Dorf Romano nicht das ursprüngliche ist (Romano Vetere). Letzteres befand sich südöstlich des jetzigen und genau an der Grenze der Diözesen Bergamo und Cremona, was immer wieder zu Problemen führte.
Im Jahr 1171 wurde nach der Verwüstung des Dorfes durch den Krieg ein paar Jahre zuvor beschlossen, Romano in seiner jetzigen Position neu aufzubauen, so dass es vollständig zur Diözese Bergamo gehörte.
Von der Altstadt ist fast nichts mehr übrig.
Die neuen Feudalherren erkannten Romano mehrere Privilegien an, einschließlich Steuerbefreiung und die Einbeziehung in eine Art Freizone, eine Situation, die der Stadt ermöglichte, sich wirtschaftlich und sozial zu entfalten. Zu dieser Zeit verdanken wir die Geburt des Marktes von Romano, der bis heute überlebt hat.

Romano war einst von Mauern umgeben, die das heutige historische Zentrum umgaben und die im dritten Jahrzehnt des neunzehnten Jahrhunderts abgerissen wurden. Die Mauern waren an drei Stellen von ebenso vielen Toren unterbrochen: das östlichen Brescia Tor ist das einzige noch erhaltene (größeres Bild), das nördlichen Bergamo Tor und das südlichen Crema Tor. Entlang den Mauern gab zwei Gräben, von denen schon 1871 nur der äußere noch erhalten war.

Wegen ihrer Lage an den Flüssen Serio und Adda, das heißt in einem Gebiet, das seit jeher an einer Grenze liegt, weist die Geschichte der Stadt Romano zahlreiche Herrschaftsabwechslungen auf, wobei sich vor allem Mailand und Venedig abwechselten und wichtige Familien, insbesondere jene der Visconti, der Sforza und der Colleoni beteiligt waren.
Im fünfzehnten Jahrhundert wurde Romano die Hauptstadt des Privatstaates von Bartolomeo Colleoni, der seit 1465 von der Republik von Venedig von jeglicher Knechtschaft befreit worden war und Vasallenfreiheit genoß. Der Colleoni hinterließ, als Mann nicht nur des Krieges sondern auch des Friedens, wichtige Spuren in Romano di Lombardia. Ihm verdankt man insbesondere die Arkaden der Barmherzigkeit (Abb. 1), die als Sitz des Marktes gebaut wurden.

Die venezianische Herrschaft dauerte bis 1797, als die Napoleonische Cisalpine Republik übernahm. Diese hatte eine kurze Lebensdauer, da sie bereits 1815 durch das im österreichischen Reich eingeführte Königreich Lombard-Venetien ersetzt wurde.

Ab 1859 wurde das Gebiet schließlich Teil des neugeborenen Königreich Italiens und wandelte sich zunehmend von einem landwirtschaftlichen Zentrum zu einer wichtigen industriellen Realität im unteren Bergamo-Gebiet.

Romano di Lombardia bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten von historisch-künstlerischem Typ.

  • Burg (Fig. 2): Erbaut am Ende des zwölften Jahrhunderts, sie ist von einer vergleichbaren Größe wie die berühmtere Burg von Soncino, obwohl sie etwas kleiner ist und kein selbstständiges Außenwerk besitzt.
    In ihr kann man mehrere architektonische Überslagerungen aus verschiedenen Epochen erkennen, die vom 12. bis zum 18. Jahrhundert reichen. Ein Beispiel besteht in den drei Türmen, die an den Umfangsscheitelpunkten des rechteckigen Abschnitts angeordnet sind und äußerlich von einem tiefen Wassergraben begrenzt sind, der jetzt jedoch trocken ist. Einer der Türme stammt aus der Visconti-Zeit, ein anderer aus der Kommunalzeit und der letzte aus der Zeit der Colleoni-Herrschaft, der Turm, in dem die Kondottiere Gefangene eingeschlossen hielt. Der Südwestturm besitzt auf der halben Höhe eine Loggia, die Colleoni bauen ließ.

    Die Wände sind über fünf Meter hoch und haben einen einzigen Eingang, der über eine Mauerwerksbrücke zugänglich ist, die die ursprüngliche Zugbrücke ersetzte. An der Seite des Eingangs befindet sich noch die Pusterla (kleine Tür für Fußgänger), die jetzt zugemauert ist. Die Wände weisen eine ghibellinische Zinnenbildung auf, obwohl einige Abschnitte aufgrund der Herrschaftsabwechslung Guelph-Anpassungen aufweisen.
    Der Innenhof war möglicherweise komplett mit Fresken bemalt. Nur ein kleiner Teil dieser Fresken ist heute noch erhalten. Unter ihnen insbesondere ein schöner Löwe von San Marco mit dem Buch offen unter der Pfote, um die willkommene Herrschaft der Republik von Venedig über die Stadt zu symbolisieren.
    Der Grund, warum die Burg von Romano di Lombardia nicht so berühmt ist wie ihr Gegenstück in Soncino, ist wahrscheinlich die Tatsache, dass in dieser von Romano das Innern vollkommen modern ist und nichts Altes mehr vorhanden ist, abgesehen von einem kleinen Raum links vom Eingang, ursprünglich Teil des Gefängnises der Burg.
    Burg von Romano di Lombardia mehr im Detail

  • Palazzo della Ragione: (etwa "Palast des Rechtes") Er wurde im dreizehnten Jahrhundert auf zwei Etagen im gotischen Stil erbaut und diente für zahlreiche Verwaltungsaufgaben: Es war der Sitz des Arengo, des Bezirksgerichtes und des Gerichtes und wurde einst auch Palast der Gemeinschaft genannt. Die Abfolge der verschiedenen Herrschaften hinterließ ihre Spuren: Unter diesen sticht der Löwe von San Marco noch heute heraus. Im Inneren befinden sich große Säle mit Fresken (von denen einige im Laufe der Zeit verloren gegangen sind) und der Saal der Traversen, die immer noch als Ratskammer genutzt wird.
    Unterhalb des Gebäudes befindet sich ein Portikus, in dem sich die Fischtheke befindet, ein Steintisch mit achteckiger Struktur und wahrscheinlich römischer Herkunft, der im Mittelalter für den Verkauf von Fischprodukten verwendet wurde.

  • Säulengang der Barmherzigkeit: Sie wurden im fünfzehnten Jahrhundert auf Geheiß von Bartolomeo Colleoni im gotischen Stil erbaut, um eine angemessene Struktur für die Durchführung der Marktes von Romano zu bieten. Jeder der 16 Spannwaeiten entsprach einem Laden.

  • Palast Rubini: Es wurde 1854 als Residenz des berühmten Tenors aus Romano Giovanni Battista Rubini erbaut, nach einem Plan vom Architekten Pagnoncelli. Im Inneren sind wertvolle Kunstwerke wie Statuen, Stuckarbeiten und Gemälde ausgestellt. Der Stil ist neoklassisch, mit einem kleinen Garten im Eingangshof, der einem italienischen Miniaturpark ähnelt, und einem Innenhof mit Säulengängen, der durch einen Boden mit farbigen Steinen gekennzeichnet ist, die dekorativ angeordnet sind.
    Im Inneren sind insbesondere der Piratenraum (Abb. 3), der sich über zwei Stockwerke erstreckt und den der Tenor auch für Hauskonzerte verwendete, und der Ovalraum mit freiliegendem Backsteingewölbe, reich verzierten Wänden und 8 Innensäulen zu nennen.
    Im Gebäude wurden später das nach dem Tenor benannten Museum eingerichtet sowie ein Zweig des Gymnasiums Don Lorenzo Milani, der Sitz des "GB Rubini" Stadtmusikkörperschaft und zwei Musikschulen.

  • Basilika von San Defendente: Es ist die bedeutendste, nicht aber die auffälligste Kirche in Romano, da sie zwischen der großen Pfarrkirche (siehe unten) und der neugotischen Kirche von Santa Maria di Lourdes (auch bekannt als Kirche der Grotte) liegt. Die anonyme Fassade, die erst im 20. Jahrhundert fertiggestellt wurde, hilft sicherlich nicht weiter.
    Es dauerte sehr lange, bis die Bilddekoration der Basilika fertiggestellt war, so dass Elemente der Renaissance bis hin zum Neoklassizismus nebeneinander zu finden sind.
    Das neoklassizistische Dekor der Kirchenstrukturen wurde Ende des 18. Jahrhunderts von Filippo Comerio entworfen und ist dem Leben vom Heiligen Defendente gewidmet.
    Das Gebäude kann als eine Galerie von Gemälden und Kunstwerken aus verschiedenen Epochen betrachtet werden. Insbesondere in der Kapelle des Kruzifixes, die erste links beim Eintreten der Kirche, die große Leinwand von Aurelio Gatti, bekannt als der Sojaro, das Altarbild in der dritten Kapelle links, ein Werk von Enea Salmeggia, das der Dreifaltigkeit gewidmet ist, die Lünette von Andrea Pozzo mit der Darstellung des Streits Jesu im Tempel in der ersten Kapelle rechts, Das Altarbild vom Hochataltar, das die rettende Erscheinung des Heiligen Defendente den Pestkranken außerhalb der Stadtmauern von Romano zeigt, ist ebenfalls von Aurelio Gatti (1590).
    Siehe auch: Basilika von San Defendente im Detail

  • Kirche von Santa Maria Assunta und San Giacomo Maggiore (Fig. 5): Sie ist das Ergebnis der letzten radikalen Rekonstruktion im 18. Jahrhundert der Pfarrkirche, die zur gleichen Zeit wie die Stadt in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gegründet und bereits 1363 abgerissen und neugebaut worden war. Die Fassade aus dem späten 18. Jahrhundert ist geprägt von neoklassizistischen Elementen und zeichnet sich durch helle Farben aus. Sie hat zwei Glockentürme an den Seiten (und zwei Uhren) und dominiert die östliche Seite des Hauptplatzes der Stadt.
    Der einschiffige Innenraum wurde erst im 18. Jahrhundert fertiggestellt und zeichnet sich durch einen für viele Kirchen jener Epoche typischen Stil zwischen Barock und Neoklassizismus aus: Barock sind viele Details wie der Reichtum an Dekorationen und die Stuckarbeiten, neoklassizistisch ist die allgemeine Struktur, relativ streng und schematisch, und einige andere Details. Zu beachten die Auswahl an stumpfen und dunklen Farben, die die Kirche sehr dunkel und schwierig zu genießen machen.
    In der Kirche sind zahlreiche Kunstwerke bewahrt. Sie reichen von den Skulpturen von Moneghini und Gelpi bis zu wertvollen Gemälden wie La Madonna del Suffragio von Francesco Capella (1711-1784), Die Unbefleckte von Jacopo Negretti, bekannt als Palma der Jüngere (1544-1628), Die Verkündigung, S .Biagio und S. Joseph von Mauro Picenardi (1734-1804), Giambattista Tiepolo, Francesco Capella und Ponziano Loverini, Das Abendmahl von Giovan Battista Moroni (1520-1578) und Die Heilige Dreifaltigkeit von Coriolano Malagavazzo.
    Kirche von Santa Maria Assunta und San Giacomo Maggiore mehr im Detail

  • Alter Friedhof: Der Alte Friedhof, auch als Beinfriedhofskapelle bekannt, wurde 1761 als dreischiffige Kirche ohne Dach über dem Mittelschiff erbaut. An den Wänden der Seitenschiffe befinden sich Grabsteine ??aus dem neunzehnten Jahrhundert, die Wände sind mit bemerkenswerten Barockfresken geschmückt, die den Kreuzweg, vier biblischen Episoden und, oberhalb des Altars, die "Dreifaltigkeit, Heilige und Seelen im Fegefeuer" darstellen.
    Alter Friedhof mehr im Detail

  • Kirche vom Heiligen Joseph: Die kleine ländliche Kirche ist das älteste religiöse Gebäude in Romano. Der romanische Bau war ursprünglich Sant'Eusebio gewidmet und seine Existenz ist bereits in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts dokumentiert. Nach einer langen Zeit völliger Verwahrlosung wurde die Kirche in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts restauriert.
    Die kleine Kirche besteht aus einem einzigen Raum, der hinten mit einem großen halbrunden Presbyterium ausgestattet ist. Vor der Fassade befindet sich ein überdachter Raum, der durch ein Gitter verschlossen ist.
    An den Wänden befinden sich Reste von Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

  • Heiligtum der Jungfrau des Brunnens: Es wurde im frühen 17. Jahrhundert im Stil der Spätrenaissance erbaut. Es hat einen griechischen Kreuzplan mit einem achteckigen Mittelteil. An den vier Armen des Kreuzes stehen drei Kapellen und der Eingang.
    Sehr charakteristisch sind der Glockenturm im Barockstil, der neben dem Gebäude steht, sowie die Stuckarbeiten und die Gemälde, unter denen die von Enea Salmeggia hervorstechen.

  • Kirche von San Defendino: Es handelt sich um eine kleine Kirche aus dem 17. Jahrhundert, die ein Fresko bewahren sollte, das an die rettende Erscheinung von San Defendente erinnerte. Hinter dem Altar war bis 1600 das Originalfresko bewahrt, danach durch ein anderes ersetzt, welches schließlich seinerseits 1921 durch ein Ölgemälde ersetzt wurde, auf dem die Figuren des Freskos dargestellt sind: die Unbefleckte, der Heilige Antonius Abt und San Defendente. Nennenswert sind in der sehr einfachen Kirche der große Barockaltar aus Kunstmarmor und die Freskenverzierung der Decke und allgemein der Wände über dem Gesims.



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Romano di Lombardia